Region Prättigau
Name der Region
Regionalverband Pro Prättigau
Institutioneller Charakter der Region
Öffentlich-rechtlicher Regionalverband, regionaler Entwicklungsträger Prättigau, Aufgabenträger Gemeinden, Organisation zur wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Förderung des Prättigau
Kontaktpersonen
Geschäftsführer: Michael Fischer
Präsident: Joos Mathis
Perimeter der Region
Die Region Prättigau umfasst die 14 Gemeinden Conters im Prättigau, Fanas, Fideris, Furna, Grüsch, Jenaz, Klosters-Serneus, Küblis, Luzein, Saas, Schiers, Seewis im Prättigau, St. Antönien, St. Antönien Ascharina und Valzeina.
Wirtschaftsstrukturen und wirtschaftliche Entwiklung
Wichtigste Wirtschaftsbranchen:
| ► | Landwirtschaft | ► | Baugewerbe |
| ► | Forstwirtschaft | ► | Gesundheitswesen |
| ► | Energie- und Wasserversorgung | Banken und Versicherungen | |
| ► | Gastgewerbe, Tourismus | ► | Öffentliche Verwaltung |
| ► | Gewerbe, Verarbeitung | Verkehr | |
| Handel und Reparatur | weitere Dienstleistungen | ||
| ► | Aus- und Weiterbildung | ► | andere: Maschinenindustrie |
Das Prättigau war bis Mitte des 20. Jahrhunderts ländlich geprägt. Ab 1950 wuchs die Tourismusbranche und mit dem wirtschaftlichen Aufschwung wurden weitere Branchen belebt. Mit dem Spanplattenwerk in Fideris, das Anfang dieses Jahrtausends den Betrieb einstellen musste, entstand auch ein erster bedeutender Industriebetrieb. Mit der Ansiedlung der Georg Fischer AG in Seewis und vor allem der Trumpf Grüsch AG wurden wichtige Grundsteine für das Industriestandbein im Prättigau gelegt. Die beiden Betriebe zählen zusammen mit der Adams Schweiz AG im Hinterprättigau inzwischen rund 700 Arbeitsplätze. Die dynamischen Trumpf-Betriebe, die mit rund 500 Mitarbeitern den Hauptanteil dieser Arbeitsplätze ausmachen, werden voraussichtlich auch in Zukunft der wichtigste Wachstumstreiber der Region bleiben.
Nebst den erwähnten Arbeitsplätzen in der Industrie zählt der Tourismus, der aber wie in anderen Bündner und Schweizer Regionen in den letzten 10 Jahren mit einem Logiernächterückgang zu kämpfen hatte, zu den wichtigsten Branchen im Tal. Weitere bedeutende Branchen im Tal sind das Baugewerbe, Handel und weitere Dienstleistungen, die Energieproduktion, aber auch nach wie vor die Land- und Forstwirtschaft. Ebenfalls haben das Gesundheitswesen (Betriebe der Flury-Stiftung, u. a. Regionalspital) und das Bildungswesen (insbesondere Evang. Mittelschule Schiers und das Bildungszentrum Palottis) für das Tal eine grosse volkswirtschaftliche Bedeutung. Betrachtet man die Arbeitsplatzentwicklung im 2. und 3. Sektor insgesamt so musste das Prättigau im Gegensatz zu den meisten anderen Regionen unter dem Strich zwischen 1995 und 2005 keine Arbeitsplatzverluste hinnehmen.
Die Industriebetriebe im Vorderprättigau bilden sicherlich ein gewisses Klumpenrisiko. Im Tourismus wird ein Wachstum aufgrund der vor allem im mittleren Prättigau eher bescheidenen touristischen Infrastrukturen (Hotels im mittleren bis gehobenen Bereich fehlen u. a. mehr oder weniger gänzlich) schwer oder nur in bescheidenem Rahmen zu erreichen sein. Leuchturm bildet hier der erwähnte bekannte Kurort Klosters. Der sanfte bzw. ländliche Tourismus und die Tendenz in Richtung Rückkehr zu den Werten der Natur bilden auch im Prättigau ein Potential. Mit dem nach wie vor laufenden intensiven Bau von Umfahrungsstrassen wird der Tiefbau über die nächsten rund 10 Jahren gute Aufträge haben. Im Hochbau sieht die Perspektive weniger rosig aus. Hier rechnet man mit einem Rückgang der Bautätigkeit.
Bisherige Förderschwerpunkte resp. Schwerpunkte der Aktivitäten
- Regionalisierung / Zusammenarbeit Tourismus
- Erschliessung Tal mit leistungsfähiger Telekommunikationsinfrastruktur, Förderung Einsatz Telematik in KMU (Aufbau Kabelnetz gescheitert)
- Förderung Zusammenarbeit Landwirtschaft / Tourismus
- Entwicklung und Förderung Angebote Tourismus (Bereiche Wandern/Biken, Alpen, Kultur)
- Erhaltung und Förderung regionaler KMU-Betriebe, Beiträge zur Verbesserung Rahmenbedingungen (z. B. via regionale Richtplanung, im Rahmen von Vernehmlassungen kant. Gesetzeserlasse)
- Verbesserungen / Effizienzsteigerungen und Förderung überbetriebliche Zusammenarbeit im Forstwesen und Stärkung Holzabsatz
Zukünftige Förderschwerpunkte resp. Schwerpunkte der Aktivitäten
-
Fortsetzung allg. Stärkung des Tourismus
-
Förderung Bau touristische Infrastrukturen und auf diese abgestimmte touristische Angebote / Packages (Gesamtkonzepte)
-
Förderung / Stärkung KMU-Betriebe (u. a. Wissentransfer, Aus- und Weiterbildung)
-
Weiterverfolgung weitere bisherige Förderschwerpunkte
Laufende und abgeschlossene Aktivitäten und Projekte in der Region
- Ganzheitliches Regionalentwicklungsprojekt "Prättigau Plus" (bis ca. Ende 2008): Teilprojekte Alpen, Wandern/Biken, Kultur (Resultate u. a.: Wanderkarte Prättigau, Prättigauer Alp Spektakel, Gründung Prättigau Tourismus GmbH, Unterstützung Kulturevents im Prättigau)
- Regionales Entwicklungskonzept 2 Prättigau (2002)
- Initiierung der Holzbündelungs/-vermarktungstelle Prättigau / Herrschaft / Davos
- Regionaler Radweg Prättigau (Neubau Teilstück 2008)
- Auslösung Investitionsbeiträge an namhafte Investitionen der Evang. Mittelschule Schiers
- Initiierung regionale Handels- und Gewerbeausstellung PrättIGA (erste Ausstellung 2001)
- Prüfung von Regionalisierungen und Professionalisierung der Strukturen im Bereich Volksschule und Sonderschule (Prüfung 2006/2007, Umsetzung ab 2007)
- Prüfung regionaler Sportfonds zur Förderung von Jugendsport, Einzelsportler, Sportinfrastrukturen, Sportgeräte Vereine (2005/2006, einstweilen zurückgestellt)
- Prüfung Koordinationsstelle Kultur
- diverse regionale Richtpläne (u. a. Fremdenverkehr, Landschaft, Arbeitsplatzgebiete)
Regionsübergreifende Aktivitäten und Projekte
- Grenzüberschreitendes Interreg IIIa-Projekt "PRÄMO - Begegnungen Prättigau / Montafon" (bis 30.6.2008): grenzüberschreitendes Tourismusarrangement Prättigau / Montafon, grenzüberschreitender Schüleraustausch, grenzüberschreitende Kulturveranstaltungen, Informations- und Erfahrungsaustausch Regionalvermarktung / regionale Absatzförderungen (Produkte / Plattformen), allgemeiner Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen Regionalverband Pro Prättigau und Stand Montafon
- Überregionale Skigebietsplanung (Zusammenschluss, Erweiterung) Parsenn / Fondei / Fideriser Heuberge (raumplanerische Zusammenarbeit)
- Laufende Zusammenarbeit mit Bündner Regionen im Rahmen Verein "Die Regionen GR" (u. a. Mitarbeit Revision Kantonsverfassung, Vorbereitung Neuausrichtung Regionalverbände Graubünden, Vorbereitung / Umsetzung Neue Regionalpolitik im Kanton Graubünden, Aktivitäten zum Erhalt der Untergymnasien im Kanton Graubünden)
Es sind keine Dokumente vorhanden.
Es sind keine Foren verlinkt.
Projekte
Personen
Keine Mitglieder zu diesem Thema vorhanden


Netzwerkplattform der