B E M U F E - Bergmusikfest


Themen/Branche:  Bildung | Tourismus | Gewerbe | Öff. und priv. Dienstleistungen

Projektleitung: Hannes Meyer
Autor: Hannes Meyer

Trägerschaft: 

HANNES MEYER ORGAN PICTUS




15.02.2012
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Kurzbeschreibung

Ein BEMUFE lädt morgens von 8 bis 12 Uhr Schüler und Lehrer in kleinen Gruppen ein zum Kennenlernen des Kirchenraums und der Orgel, dem einzigen öffentlichen Instrument des Dorfes. Diese Morgenlektionen sind Anlass, dass die Jugend frühzeitig in die musisch-kulturellen Qualitäten des Dorfes eingeführt wird. Der Nachmittag dient der Vertiefung und der Rekrutierung vorhandener junger Instrumentalisten. Gleichzeitig gibt Hannes Meyer den jungen Menschen in Zusammenarbeit mit Dorf-Autoritäten Tipps, wie man mit fremden Menschen eine vollumfängliche Dorfführung veranstaltet.



Hintergründe

Bergkirchen sind für jeden Touristen kleine Pilgerstätten, Bergdörfer auch. Vielerorts sind Kirchen und Orgeln am Werktag sauber und geschlossen wie das Postamt am Sonntag. Neben jeder Kirche steht meistens ein Wirtshaus und in der Nähe ein Schulhaus. Hier liegt ein Potenzial brach, die Synergien Jugend-Musik-Tourismus zu nutzen.

Die Sommer- und Herbstferien der Bergjugend fallen zusammen mit den Reisezeiten der Touristen. Da das Kühehüten und Heuen schon lange nicht mehr die Hauptferienbeschäftigung der Bergkinder ist, können hier Angebot und Nachfrage verknüpft werden. Wenn ausserdem eine "Kulturbande" von Primarschülern die kulturelle Dorfführung inklusive geschichtlicher Anekdoten übernimmt, ist das für Touristen wesentlich interessanter und liebenswerter als langwierige Vorträge. Mit einer Aufbesserung des Sackgelds darf gerechnet werden. Ein weiteres Anliegen ist das Bekanntmachen der baulichen, handwerklichen und spirituellen Qualitäten von Orgel und Kirchenbauten sowie eine aktivere Nutzung der Orgeln. Denn der Erhalt von Kirchenbauten und einer Orgel gehorcht dem gleichen Prinzip wie die Pflege einer Wohnung: lüften, reinigen, benützen.

Den Kosten für Unterhalt von Kirchen und Orgeln steht bis heute ausserdem keine adäquate Nutzung seitens der Öffentlichkeit gegenüber. Im Gegenteil bauen viele Bergdörfer teure und unternutze Mehrzweckgebäude, anstatt die vorhandenen Potenziale zu nutzen.

Menschen aus dem Mittelland lernen gerne ein Bergdorf näher kennen. Gleichzeitig ist die für die Bewohner eines Bergdorfs die Erarbeitung eines musikalischen Konzepts als Teil eines grossen Dorfkonzerts eine Bereicherung und kann zum Empfang unterschiedlichster Gästesegmente verwendet werden. Jedes Bergdorf kann ein "Klein Zillis" werden.

Ziele

  • Nutzung der Kirchen ausserhalb religiöser Handlungen - von der Kirchenmusik zur Weltmusik
  • Erfüllung der alten Volksmund-Wahrheit "Die Kirche muss im Dorf bleiben"
  • Generationenübergreifende Sinnebildung im vernachlässigten Grossraum Kirche von der Vorschuljugend an

Vorgehen

  • Mund-zu-Mund-Werbung, Prospekt-Versand, Medienpräsenz

Beteiligte Gruppen und Organisationen

Bildung, Tourismus, Gewerbe/Industrie, Öffentliche und private Dienstleistungen

Evaluation und Ergebnisse

Wer sind die Kunden?
Einheimische, Schulkinder, Firmen- und Gesellschaftsanlässe, Seminare für Sinne-Training auf der Basis der Musik und Spiritualität im Grossraum.

 

Wie hat sich das Projekt entwickelt?
Fortschreitende, sehr gute Entwicklung der Nachfrage.

 

Bisherige BEMUFE-Veranstaltungen (Die Liste ist nicht abschliessend)

  • GR: Brigels, Fläsch, Lavin, Vicosoprano, Langwies, Riein, Cumbels, St. Antönien, Tschierv, Mesolcina
  • BE: Gadmen, Guttannen, Meiringen, Hasliberg, Lauenen
  • VS: Leuk Stadt, Susten, Täsch
  • FR: Villars-sur-Glâne
  • AI: Teufen, Urnäsch, Brülisau, Oberegg

Erfolgsfaktoren

  • Lückenlos ausgebildete Leitende eines BEMUFE und ebenso lückenlose Ausbildung der Jugend als Ausführende eines BEMUFE (wie bisher durch den Initianten, Hannes Meyer)
  • Jedem Bergdorf wird die Chance gegeben, mit seinen eigenen musisch-kulturellen Gegebenheiten einen Kleintourismus als gesamtheitliches spirituelles, kulinarisches und kulturelles Erlebnis aufzubauen.

Finanzen

Bisher wurden keine kommerziellen, sondern ideelle Ziele verfolgt.

Beurteilung der Auswirkungen

Mit BEMUFE generiert ein Bergdorf Logiernächte und Ausgaben in der Gastwirtschaft, insbesondere, wenn einheimische Spezialitäten geboten werden können. Die weltliche Nutzung bedeutender Räume macht sie einem grösseren Publikum zugänglich und fördert das Bewusstsein für deren Qualitäten. Der Instandhaltung und Pflege kommt eine grössere Bedeutung zu. Dadurch wird dem Verfall der Bausubstanz, handwerklichen Kunstobjekten und der Orgel eher entgegengewirkt. Werte werden erhalten.

 

Weitere Informationen

HANNES MEYER ORGAN PICTUS
Alte Strasse 41
7430 Thusis

Internet: HANNES MEYER ORGAN PICTUS
Tel. Privat: +41 (0)78 926 04 75

Sekretariat
Caecilia Sturzenegger
Tel.: +41 (0)52 625 72 19
Mobile: +41 (0)79 462 25 10