Kauf Kiley-Alpen / Bau der grössten Bio-Alpkäserei
Projekttyp: Projekt zur Angebotsentwicklung | Wertschöpfungsorientiertes Infrastrukturprojekt | Vermarktungsprojekt Themen/Branche: Landwirtschaft | Tourismus | Gewerbe Projektleitung: Ernst Knutti Autor: Ernst Knutti Region: Regionalkonferenz Oberland-Ost Trägerschaft: IG - Kiley - Alpen Unterstützung des Projektes: Schweizer Berghilfe | Coop Patenschaft für Berggebiete 25.01.2012 Anzahl Good Practice Stimmen: 0 Anzahl Besuche: 124 Anzahl Kommentare: 0 |
Kurzbeschreibung
Die IG-Kiley-Alpen hat per 1.1.2004 die Kileyalpen vom Kanton Bern käuflich erworben. 2005-2006 haben deren Mitglieder in einer ehemaligen Truppenunterkunft eine reine Bioalpkäserei sowie eine Käsereiwohnung erbauen. Auf unseren Alpen sömmern rund 500 Stück Vieh, davon sind ca. 150 Stück Milchkühe. Pro Sommerhalbjahr werden rund 250000 kg Biomilch verarbeitet. Hauptsächlich zu Bio-Alpkäse AOC ( ca. 20 Tonnen), aber auch zu Raclette und Mutschli, Butter, Joghurt und Ziger sowie zu weiteren Milchprodukten. Unsere Kunden sind Einheimische, Touristen, lokale Lebensmittelgeschäfte sowie die Grossverteiler (vor allem Coop).
Hintergründe
Die Mitglieder der IG-Kiley-Alpen haben mit dem Kauf der Kileyalpen ihre Betriebe vergrössert und existenzfähig gemacht. Dadurch jedoch die Arbeitsbelastung auch massiv erhöht. Aus diesem Grund entstand das Projekt Alpkäserei .
Ziele
Unsere Ziele sind ganz klar die Alpbetriebe zu erhalten, existenzfähig zu bleiben und unseren Nachkommen einen geeigneten Rahmen zu bieten um auch weiter in der Alpwirtschaft und der Landwirtschaft im Berggebiet tätig zu bleiben. Wir möchten hiermit auch der Abwanderung der Jugend aus unserem Tal entgegenwirken. Unser Projekt passt nun auch sehr gut in das lancierte Projekt Naturpark Diemtigtal.
Vorgehen
- 2004 Kauf der Kileyalpen
- 2005 - 2006 Bau Käserei und Wohnung
- ab 2006 Produktion und stetige Weiterentwicklung des Betriebs
Beteiligte Gruppen und Organisationen
Landwirtschaft, Tourismus, Gewerbe
Evaluation und Ergebnisse
Momentan beschäftigen wir einen festangestellten Käser, sowie einige Aushilfen im Stundenlohn. Das Projekt entwickelt sich nach einigen Kinderkrankheiten sehr gut und der Direktverkauf nimmt von Jahr zu Jahr zu.
Erfolgsfaktoren
Der Erfolg basiert vor allem auf der guten Zusammenarbeit der Mitglieder. Unstimmigkeiten werden möglichst im Keim erstickt. Die Alpen werden getrennt, und von jedem Mitglied selbstständig bewirtschaftet. Der Alpkäsereibetrieb ist nicht auf den eigenen Profit ausgerichtet, sondern wird selbsttragend geführt und der Gewinn wird pro Kg eingelieferte Milch den Lieferanten ausbezahlt.
Perspektiven
- Erweiterung der Arbeitsplätze bis 2012 auf mindestens 2 Vollzeit- und einige Teilzeitbeschäftigte
- Erweiterung der Kundschaft
- Förderung des Direktverkaufs regional
- Realisierung Winterbetrieb
- Internetauftritt mit eigener Seite
Finanzen
Es konnten BAK Investitionskredite beansprucht werden. Die verbleibenden Kosten wurden durch Eigenkapital der Mitglieder und Hypothekarkredite finanziert. Die Mitglieder haften solidarisch.
Weitere Informationen
Alpkäserei Kiley
Ernst Knutti
Schlatti
3757 Schwenden
Tel.: +41 (0)79 460 11 43


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