Projekt zur regionalen Entwicklung in Urnäsch 
Projekttyp: Projekt zur Angebotsentwicklung | Vermarktungsprojekt | Wertschöpfungsorientiertes Infrastrukturprojekt | Projekt im Bereich öffentliche Infrastruktur und Rahmenbedingungen Themen/Branche: Öff. und priv. Dienstleistungen | Gewerbe | Tourismus | Landwirtschaft | Wald und Holz | Bildung Projektleitung: Projekt abgeschlossen. Der Steuerungsausschuss bestand aus Gemeindepräsident Stefan Frischknecht, Präsident Milchspezialitäten AG Urnäsch Jakob Freund und dem ehemaligen Leiter Landwirtschaftsamt Appenzell Ausserrhoden Daniel Berger. Autor: Jakob Scherrer Region: Region Appenzell A.Rh. Trägerschaft: Verschiedene gemeinschaftliche und private Körperschaften Unterstützung des Projektes: Schweizer Berghilfe | Bundesamt für Landwirtschaft 28.09.2010 Anzahl Good Practice Stimmen: 1 Anzahl Besuche: 835 Anzahl Kommentare: 0 |
Kurzbeschreibung
Das Projekt zur regionalen Entwicklung in Urnäsch besteht aus 5 Teilprojekten, die sich ergänzen
- Milchverarbeitungsbetrieb für Käse und Milchspezialitäten
- Käsereifungslager für Spezialitäten
- Agrotouristische Angebote auf 8 Landwirtschaftsbetrieben für die Gäste des REKA Dorfes und übrige Touristen: Appenzeller Erlebnisbauernhöfe
- Ausbau eines Landwirtschaftsweges für Familien mit Attraktionen
- Naturschutzerlebnis für Familien, Schulen und Naturinteressierte im Streuegebiet
Hintergründe
Mit dem Bau eines neuen REKA Feriendorfes in Urnäsch eröffnen sich neue Möglichkeiten für die Landwirtschaft und das Gewerbe am Ort.
Ziele
- Erhöhung der Wertschöpfung in der Region
- Schaffung neuer Arbeitsplätze
- Absatz für regionale Produkte
- Inwertsetzung von Natur und Landschaft
Vorgehen
Das Regierungsprogramm 2003 bis 2007 des Kantons Appenzell Ausserrhoden enthielt ein Teilprojekt "Pflege der Landschaft". Im Rahmen dieses Projektes wurde nach Möglichkeiten zur Förderung strukturschwacher Regionen gesucht, wozu auch Urnäsch zählt. Zusammen mit dem Gemeindepräsidenten erfolgten umfangreiche Abklärungen und Sondierungen (z.B. Schaffung eines regionalen Naturparks gemässs NHG). Das Resultat war nicht ein Naturpark, sondern ein regionales Entwicklungsprojekt nach Art. 93 Abs. 1c Landwirtschaftsgesetz.
Zeitplan
Nach der Projektplanung im Jahr 2007 erfolgte die Realisierung in den Jahren 2008 und 2009. Das grösste Teilprojekt, die Käserei, nahm ihren Betrieb im April 2009 auf. Die Schlussabrechnung der Bundes- und Kantonsbeiträge erfolgte im März 2010.
Evaluation und Ergebnisse
Das Projekt wurde begleitet von der AGRIDEA Lindau. Mit der AGRIDEA bestand ein Coachingvertrag. An die Projektbegleitung leistete der Bund einen Beitrag von Fr. 20000.-. Das Controllingkonzept wurde ebenfalls von der AGRIDEA entwickelt. Dieses ist Bestandteil des vom Bund genehmigten Konzeptes.
Schwierigkeiten bei der Projektentwicklung
Die zeitliche Koordination der Projekte stellte eine grosse Herausforderung dar. Einzelne Projekte konnten nicht gestartet werden, weil das Gesamtprojekt nicht bewilligungsreif war.
Es gab Engpässe bei den personellen Ressourcen. Die Verantwortungsträger wurden stark belastet.
Finanzen
Es wird mit Investitionen von insgesamt 8.5 Mio. Franken gerechnet. Davon werden 1.55 Mio vom Bund und 1.1 Mio. Franken vom Kanton getragen. Zusätzlich werden Investitionskredite in der Höhe von 1.1 Mio. Franken gewährt. Die Restfinanzierung erfolgt über weitere Sponsoren, Bank- und Privatkredite.
Beurteilung der Auswirkungen
Die Wertschöpfung in der Region wird erhöht. Es entstanden neue Arbeitsplätze. Aus der Bergmilch werden regionale Spezialitäten hergestellt. Die Projekte im Agrotourismus haben sich sehr positiv entwickelt.
Weitere Informationen
Jakob Scherrer
Leiter Landwirtschaftsamt Appenzell Ausserrhoden
Regierungsgebäude
9102 Herisau
Tel.: +41 (0)71 353 67 60


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