Gemeinsame Internetplattformen für die Vermarktung – auf was kommt es an?
Wer sich in der heutigen Zeit mit der Vermarktung von Angeboten und Dienstleistungen befasst, wird sich zwangsläufig mit dem Thema „Internetplattform“ befassen müssen. Denn nirgends sind die Erreichbarkeit der Benutzer und die Verfügbarkeit des Angebots höher. Der Projektträger fragt sich zu Recht: Was funktioniert? Was funktioniert nicht? Auf was muss man speziell achten? Welches sind die wichtigsten Knackpunkte?
Autor: Jean-Pierre Sitzmann, sitzmann INTERNET&CONSULTING
Themenbereiche:
Berggebiet
Datum:
16. 04. 2009
Anzahl Besuche: 278
Anzahl Kommentare: 0
Eines ist klar, die erfolgreiche Vermarktung über das Internet ist kein Projekt, dass man so nebenbei realisieren kann, denn die Herausforderungen stellen sich auf drei Ebenen: technisch, finanziell und sozial. Konkret heisst das: Entspricht das verwendete Content Management System technisch nur dem kurzfristigen Bedarf, fallen nach kurzer Zeit neue Investitionen in die Technologie an. Dies belastet das Budget und schafft Konflikte. Im Weiteren ist zu beachten, dass die Inhalte der Plattform aktuell sind, damit die Zielgruppen immer wieder genügend und interessanten Nutzen finden. Content ist das beste Marketing, aber auch die grösste Herausforderung. Die letzten Jahre haben mich gelehrt, dass gerade bei der Vermarktung von Plattformen die Zeit eine zentrale Rolle spielt. Oft wird den Anbietern ein finanzieller Sofort-Erfolg in Aussicht gestellt. Auch dies führt schnell zu Konflikten und Missstimmungen.
Darum müssen im Vorfeld zwei Dinge zwingend diskutiert werden: Die Wahl der Technologie sollte der langfristigen Zielsetzung des Projektes angepasst sein und die Einbindung der Akteure auf der soziale Ebene sollte eingeplant werden. Nehmen wir an, alles „rund um Naturprodukte“ soll auf einer gemeinsamen Natur-Plattform vermarktet werden. Was werden die zentralen Herausforderungen bei diesem Vorhaben sein? Wo sind die Fallstricke? Was ist zu beachten?
Die Wahl der Technologie ist entscheidend
Die Wahl der Technologie ist von zentraler Bedeutung und ein Killerkriterium für den Erfolg des Projektes.
Was muss die Plattform können?
In einem ersten Schritt sollten sich die Projektträger, ihrem Bedarf bewusst werden. Welche Möglichkeiten sollen im Moment erfüllt werden? Welche Funktionen sollen in Zukunft zugeschaltet werden können? Für die Natur-Plattform wären dies Fragen wie: Soll eine Bildergalerie enthalten sein? Wollen wir eine Newsletterfunktion? Ist eine Shoplösung geplant? Braucht es einen geschützten Bereich? Brauch es interaktive Formulare? Was soll sonst noch zur Verfügung stehen?
Die gewählte Technologie sollte bereits ein Maximum an Möglichkeiten besitzen und bei Bedarf eine schnelle Aktivierung zulassen. Das heisst, je mehr Funktionen bereits beim Ersteinkauf zur Verfügung stehen, umso besser – natürlich mit Blick auf die langfristige Strategie des Projektes.
Welche Technologie ist die richtige für mein Projekt?
Der zweite Schritt beschäftigt sich mit der Frage: Welches ist das richtige Content Management System für mein Projekt? Diese Frage können Sie mittels einer sauberen Bedarfanalyse klären. Entscheidend hierbei ist der mittel- und langfristige Bedarf, denn hier liegen die Risiken einer falschen Technologiewahl: Die bisher investierten Mittel gehen verloren und dadurch kann das Projekt als Ganzes gefährdet werden.
Welches ist nun die richtige Technologie? Unter www.cmsmatrix.org kann eine grosse Anzahl von Content Management Systemen auf einfache Weise verglichen werden. Wir selber haben uns vor zwei Jahren entschieden, auf eine Open Source Lösung umzusteigen. Die Gründe dafür sind einfach: Die Open Source Technologie ist kostenlos und dies bedeutet, dass keine einmaligen und wiederkehrenden Lizenzen zu bezahlen sind. Im Weiteren kann die Open Source Technologie dem eigenen Bedarf angepasst werden. Dabei kann auf bestehendem Niveau aufgebaut werden. Eine grosse Entwicklergemeinschaft steht zur Verfügung, so ist man unabhängiger vom aktuellen Lieferanten und dies bedeutet auch Investitionsschutz.
Alle vorgängig genannten Faktoren bewirken bei den Projektträgern und den Akteuren eine Beschleunigung in der eigenen Entwicklung; je mehr Funktionen zur Verfügung stehen, desto schneller werden diese genutzt. Dadurch entwickelt sich das Projekt und das Bewusstsein der Akteure verändert sich. Sie werden proaktiver und dadurch wettbewerbsfähiger. Für unsere Natur-Plattform könnte dies bedeuten, dass Akteure ohne Marketingerfahrung sich nun vermehrt spezifische Fragen stellen: Was braucht mein Kunde? Wie muss ich das darstellen? Vielleicht besuchen sie sogar einen Bildbearbeitungskurs und lernen so neue Möglichkeiten der Bildaufbereitung kennen. Dies eröffnet wiederum neue Möglichkeiten…
Die Einbindung der Akteure auf der sozialen Ebene
Und somit sind wir beim zweiten Faktor, der sozialen Ebene, der Einbindung der Akteure. Wer soll Informationen hinzufügen können? Wer soll welche Rechte haben? Welche Pflichten sollen damit verbunden sein? Wer ist für was zuständig?
Kommunikation des Zieles
Eine gemeinsame Vermarktung setzt einen minimalen gemeinsamen Nenner aller Akteure voraus. In der Regel ist dieser allen bekannt, jedoch noch nicht soweit verinnerlicht und noch nicht mit dem zu erwartenden Nutzen verknüpft. Dies bedeutet, dass das Ziel und die „Vision“ klar definiert und durch die Projektträger kommuniziert sein müssen. Wichtig ist dabei, den gemeinsamen Nenner klar zu fokussieren und dieser den Akteuren immer wieder als Fixstern und Ziel in Erinnerung zu rufen.
Die Befähigung der Akteure
Eine weitere zwingende Voraussetzung ist, sämtliche Akteure auf ein Maximum zu befähigen. Alle Akteure sollten in der Lage sein, zum Inhalt und zur Aktualität der Plattform beizutragen. Dadurch sind alle Beteiligten integriert, wertgeschätzt und ein aktiver Teil der Plattform. Für die Projektträger bedeutet dies, dass sie am Anfang viel Energie in den Aufbau der Plattform stecken müssen, denn nicht alle Akteure wollen etwas von dieser Befähigung wissen. Oft ist hier die Angst vor dem Unbekannten, vor dem Versagen ein Hinderungsgrund. Die Projektträger sollten hier viel Zeit investieren und einfache, gut verständliche Schulungen durchführen. Denn nur dadurch lebt die Plattform. Sie ist aktuell und wird von Usern immer wieder besucht.
Fazit
Die Wahl der richtigen Technologie für Ihr Projekt und die optimale Einbindung aller am Projekt Beteiligten wirkt sich unmittelbar auf der finanziellen Ebene aus. Die dort gewonnen Ressourcen stehen zusätzlich für konventionelles Webmarketing und spezifische Vernetzung zur Verfügung. Je mehr Sie sich in der Anfangsphase mit den Knackpunkten auseinandersetzen, umso grösser wird die Chance sein, dass sich das Projekt der gemeinsamen Internetplattform zu einem Erfolg entwickelt.
Es sind keine weiteren Links vorhanden.
Es sind keine Dokumente vorhanden.


Netzwerkplattform der
Kommentare
Es sind noch keine Kommentare zu dieser Kolumne vorhanden.