Naturpärke in der Schweiz
In der Schweiz gibt es inzwischen knapp 30 bestehende Pärke, Parkprojekte und Parkideen. Eine Übersicht zu den bestehenden Pärken und Parkprojekten findet sich im Umweltmagazin im Dossier Landschaft. 2007 haben VertreterInnen von Parks und Parkprojekten das Netzwerk der Schweizer Pärke gegründet. Das Netzwerk ist eine Art „Dachverband“, der die Interessen seiner Mitglieder wahrnimmt und ihnen hilft, Pärke zu errichten und zu betreiben und ihre Qualität langfristig sicher zu stellen. Das Bundesamt für Umwelt BAFU hat mit dem Netzwerk Schweizer Pärke eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen. Das Netzwerk erfüllt Aufgaben wie die Organisation des Erfahrungsaustausches, die Vertretung der Pärke und die Öffentlichkeitsarbeit und wird dafür zum Teil vom Bund entschädigt.
Die regionalen Parkinitiativen verteilen sich über die gesamte Schweiz und sind unterschiedlich weit fortgeschritten. Trotzdem können über die wichtigsten Aktionsbereiche innerhalb der Parkprojekte einige Gemeinsamkeiten ausgemacht werden:
- Natur und Landschaft
- Regionale Zusammenarbeit
- Land- und Forstwirtschaft
- Tourismus und Gewerbe
Daneben gibt es einzelne spezialisierte Parkprojekte wie beispielsweise den Naturpark Thal, der Bestandteil eines Projektes im Rahmen des Aktionsplans Umwelt und Gesundheit des Bundesamtes für Gesundheit ist. Zusätzliche Aktionsbereiche in diesem Park sind Gesundheit sowie Wohn- und Lebensqualität.
Die Projektorganisation ist zumeist so geregelt, dass die Trägerschaft des Regionalen Naturparks über einen Verein erfolgt. Bezüglich der Finanzierung der Pärke lassen sich einige grobe Richtwerte festhalten:
- Bei einem grossen Teil der Initiativen zu Regionalen Naturpärken erfolgte die Erarbeitung des Parkkonzeptes im Rahmen von Regio Plus Projekten, das mit Inkrafttreten der NRP 2008 auslief.
- Ein genereller Richtwert für die Kosten der ca. fünfjährigen Aufbauphase eines Parks liegt zwischen ca. Fr. 300'000.- und ca. 500'000.- pro Jahr.
- Die Kosten für den Parkbetrieb hängen stark von der Zahl der Beschäftigten ab.
- Das Budget wird im Allgemeinen über Beiträge von Bund, Kanton, Gemeinden, Verbänden und Vereinen, Sponsoren, Stiftungen, sowie über Projektgelder finanziert.
Anhand der Beispiele des UNESCO Biosphärenreservats Entlebuch sowie des Parc Ela zeigen wir auf, wie die Finanzierung der einzelnen Projektphasen aussehen kann.
Links
Pärke von nationaler Bedeutung: Produktelabel. Richtlinie zur Verleihung und Verwendung des Produktelabels
Dokumentation der Tagung " Tagung „Erlebniswelt Naturpark – Werte und regionalökonomische Effekte"
Pärke
Nationale Naturlandschaften in Deutschland
Übersicht Pärke und Parkprojekte
Netzwerk Schweizer Pärke
Informationsplattform Naturerlebnis-Angebot Deutscher Tourismusverband
Dokumente
Machbarkeitsstudie Parc Adula
Leitfaden Natur Erlebnis Angebot: Entwicklung und Vermarktung
Markt- und Betriebsstudie Parc Ela
Studie Naturnaher Tourismus in der Schweiz. Angebot, Nachfrage und Erfolgsfaktoren
Botschaft zur Teilrevision des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz (NHG)
Machbarkeitsstudie Regionaler Naturpark Toggenburg-Werdenberg
Studie Ökonomische Analyse von Regionalen Naturpark-Projekten im Kanton Bern
Regionaler Naturpark Uri
Regionaler Naturpark Ela - Infoblatt ARE Graubünden

Übersicht Naturpärke
Facts zu Naturpärken
Netzwerkplattform der