Kosten und Nutzen von Naturpärken

Die Kosten eines Grossschutzgebietes fallen in drei Bereichen an (Küpfer 2000):

  • Direkte Kosten: Aufwendungen für die Einrichtung, den Unterhalt und das Management eines Schutzgebietes, Kosten für Bildungseinrichtungen und allenfalls Forschung. Wie diese Kosten finanziert werden, haben wir bei den Facts zu den Naturpärken aufgezeigt.
  • Indirekte Kosten: Verluste ausserhalb des Schutzgebietes, die durch den Parkbetrieb entstehen (z.B. Verbissschäden durch Wild, das im Parkgebiet lebt). Die indirekten Kosten verteilen sich in der Regel auf eine Vielzahl von Trägern.
  • Opportunitätskosten: Kosten durch entgangene Nutzungsmöglichkeiten. Die Opportunitätskosten fliessen oft als Kompensationszahlungen in die direkten Kosten ein (z.B. Pachtzinsen).

Der Nutzen eines Grossschutzgebietes ergibt sich aus den Gütern und Dienstleistungen, die durch das Grossschutzgebiet anfallen (nach Küpfer 2000):

  • Direkter monetärer Erlös aus dem Absatz von Gütern und Dienstleistungen
  • Indirekter monetärer Effekt
  • Beitrag Bildung
  • Beitrag zur Erhaltung von Existenz- und Vermächtniswerten: Regulationsfunktion, Schutz vor Lawinen, Artenvielfalt, Landschaftswerte

Zu den Wertschöpfungspotenzialen von Regionalen Naturpärken liegen bisher keine Untersuchungen vor. Erste Schätzungen wurden im Rahmen von Modellrechnungen für den Kanton Bern durchgeführt (BECO 2006). Die Modellrechnungen basieren auf einer Kombination von Erfahrungswerten aus der Literatur und Expertenbefragungen. Die Bandbreite der ermittelten Wertschöpfungspotenziale wird in der unten stehenden Tabelle den Errichtungs- und Betriebskosten gegenübergestellt. Die Werte beziehen sich dabei auf die totalen Kosten bzw. Wertschöpfungseffekte dividiert durch die Bevölkerung im Parkgebiet. Die jährlichen Kosten variieren zwischen 13 und 244 Franken pro Kopf in der Einrichtungsphase und zwischen 40 und 732 Franken pro Kopf in der Betriebsphase. Bei den Wertschöpfungspotenzialen ist zu beachten, dass diese nur dann realisiert werden können, wenn in der Region die notwendigen touristischen und öffentlichen Infrastrukturen vorhanden sind oder aufgebaut werden können. In der Region Diemtigtal sind die fehlenden Beherbergungsmöglichkeiten beispielsweise ein Schwachpunkt für ein Naturparkprojekt.


Die Wertschöpfungseffekte variieren je nach unterstellter Entwicklung des Marktes für den naturnahen Tourismus, der Marktanteile der Naturpärke sowie der Zahlungsbereitschaften der Parkbesucher zwischen minimal 42 und 925 Franken pro Kopf. Die eingesetzten Fördermittel belaufen sich pro Einwohner auf 22 bis über 201 Franken. Bezogen auf die eingesetzten Fördermittel variiert die über die Besucherausgaben ausgelöste zusätzliche Wertschöpfung im pessimistischen Szenario zwischen 0.7 und 1.2 Franken pro Kopf. Wird dagegen eine optimistische Marktentwicklung unterstellt, liegen diese Werte zwischen 1.9 und 12 Franken pro Kopf. Der Vergleich zwischen den erwarteten Wertschöpfungseffekten zeigt, dass der Beitrag der Naturpärke zur Regionalentwicklung stark von der Marktentwicklung für den naturnahen Tourismus sowie vom realisierten Marktanteil der Pärke an diesem Gesamtmarkt und der Zahlungsbereitschaft der Besucher abhängt. Die Erschliessung eines höheren Marktanteils dürfte dabei direkt von den Aktivitäten der Unternehmer in den Parkregionen und deren Innovationskraft abhängen.

Wertschöpfungspotenziale der Naturparkprojekte im Kanton Bern
(alle Werte in Franken pro Kopf)
  Chasseral Diemtigen Emmental Gantrisch Thun
Fördermittel pro Kopf 25 201 22 36 71
Regionale Wertschöpfungseffekte pro Kopf 46-161 341-667 42-164 60-104 157-925
Regionale Wertschöpfungseffekte pro Kopf im Mittelszenario 101 504 98 82 511
           
Ausgelöste Wertschöpfung (regionale Wertschöpfungseffekte minus Fördermittel) relativ zu den Fördermitteln 0.8-5.4 0.7-2.3 0.9-6.5 0.7-1.9 1.2-12.0


Generell gesehen dürften die Kosten für die Errichtung eines Regionalen Naturparks bei ca. Fr. 500'000.- pro Jahr liegen und für den Betrieb bei jährlich ca. Fr. 1'500'000.-. Für die Naturpark-Regionen können die Wertschöpfungspotenziale mässig bis erheblich sein. Im Vergleich zur touristischen Wertschöpfung und zur Gesamtwertschöpfung im Kanton Bern ist der Beitrag der Naturpärke jedoch relativ gering. Regionalen Naturpärken kann daher nur in einigen Randregionen die Rolle eines Motors für die ländliche Wirtschaft zufallen. Dort können die Regionalen Naturpärke dazu beitragen, dass zukünftig die Abhängigkeit strukturschwacher Randgebiete von staatlichen Transferleistungen verringert wird. In diesem Sinn sollten Regionale Naturpärke eher als Katalysator denn als Motor der ländlichen Wirtschaft betrachtet werden (Siegrist et al. 2006). Inwiefern diese Ergebnisse aus dem Kanton Bern auch auf andere Kantone der Schweiz übertragbar sind, werden weitere Untersuchungen zeigen.

Projekte

Neue Sägerei "Bos-chetta Plauna" in S-chanf

B E M U F E - Bergmusikfest

Kauf Kiley-Alpen / Bau der grössten Bio-Alpkäserei

AlpKultur - Tourismus, Gewerbe und Landwirtschaft im Simmental

Verbier eCoBagnes

CLINICA ALPINA

Seilbahnkompetenzzentrum Meiringen (Public Private Partnership)

Maskenschnitzen im Lötschental

Bürli-Schiirli Hofbeiz - Gästebewirtung und Erlebniseinkauf auf dem Bauernhof

Holzschnitzel-Fernheizung

Maschinenring Graubünden

Sennerei Andeer / Fromagerie Andeer / caseificio Andeer

Reitstall und Saloon San Jon / Ecurie et Saloon San Jon / Scuderia e Saloon San Jon

Braugerstenanbau Gran Alpin / Culture d’orge de brasserie Gran Alpin / Coltivazione di orzo da birra Gran Alpin

Wasserbüffel in den Schweizer Bergen / Production bio de lait de bufflonne / Produzione di latte di bufala bio

Sennerei Nufenen/Hinterrhein

Landwirtschaftliche Planung / Projekt zur regionalen Entwicklung Klosters-Serneus

Orto da guardare, parte di un progetto di agroturismo

Le Sentier du Sel

Hängebrücke Punt Ruinaulta und ein Wanderweg durch die Rheinschlucht

Schaugarten als Teil eines Agrotourismusprojekts

Berg-Lodges Gadmen

Stärkung der Dorfläden im Oberwallis - Nutzen von spezifischen Standortpotenzialen

Museum Regiunal Surselva MRS

Klangwellness

Obstkulturzentrum

Sennaria Surselva

Scarnuz Grischun

Camping Arnist

Bergoase Chrüzhof

Metzga Viamala

Dampfbahn Erlebnis Furka - Bergstrecke

Kooperationsprojekt Matterhorn Valley Hotels, Grächen (VS)

Maison du Village - Chandonne (Commune de Liddes VS)

viamalaBlog

Verein bus alpin (eh. IG bus alpin)

Trois régions - un Chablais

Lumare GmbH, alpenfischzucht graubünden

Jakobsweg Graubünden - Via Son Giachen

NatuRigi

Jugendprojekt Alpenrose

Center Sursilvan d'Agricultura

Wasser Forum Gletsch

Regionen Sbrinz-Route

Walserspuren Graubünden

agrotourismus-schwyz.ch

INSCUNTER

ViamalaMarkt

waterfall.ch

KlangWelt Toggenburg

Regionaler Naturpark Gantrisch

Metzgerei Safiental

energietal toggenburg

Naturpark Thal

Biogasanlage Val Müstair

Projekt zur regionalen Entwicklung Oberes Goms (Vorabklärung)

Enjoy Switzerland in Partnerschaft mit der Schweizer Berghilfe

Naturpark Urschweiz

Regionalmarketing Berner Oberland

Landschaftspark Binntal

Zweitwohnungen in der Region Goms

Jugendhilfe-Netzwerk INTEGRATION / Réseau d’aide à la jeunesse Emmental Entlebuch / Rete di aiuto ai giovani Emmental Entlebuch

Naturpark Thunersee-Hohgant

Galette DEFAGO

Appenzeller Erlebnisbauernhöfe / Fermes-découvertes appenzelloises / Fattorie didattiche appenzellesi

Tourismus Rezeption

Projekt Regionaler Naturpark Diemtigtal

Biosfera Val Müstair - Parc Naziunal

AlpFUTUR

Alpmove

Center da Capricorns

Kulturwege Schweiz

Zyberliland

Ticino, Terra di ciclismo

Bau eines Schutzdaches für Beerenplantage

Käsereierneuerung Seelisberg

Parc Ela, Naturpark

Bergmilchprojekt

Wertschöpfung im ländlichen Raum des Kantons Schwyz

VS-link

Projekt zur regionalen Entwicklung in Urnäsch

energieregionGOMS

Transformation d'un hangar à machines en des boxes à chevaux

Construction de chambres d’hôtes

Construction d'une ferme agro-touristique : L'Arche des Crétillons

Trocknungsanlage für den Kräuterbetrieb

Construction d'un espace de vente

Molkerei Puracenter Lenzerheide

Erlebnisweg Bahn-Natur-Kultur

UNESCO Biosphäre Entlebuch Schweiz

Das Gast- und Kulturhaus Piz Tschütta in Vnà

Agro Trail Parc Ela

Vernetzung Landwirtschaft und Tourismus in Ausserberg

Arca da Siat (Archehof)

Sinnpathie, der sympatische Bauernhof mit Sinn

RegioPlus Projekt „Prättigau Plus“ (2005-2010)

Regionalmarketingprojekt "Milch- und Käsespezialitäten natürli® us de Region Zürcher Berggebiet"

HAARUNDKAMM

Ferien auf dem Bauernhof / Bed & Breakfast in Waldstatt

Zentrum für Berufsbildung und regionale Entwicklung puntoBregaglia

Prättigauer Alp Spektakel

Giswil mit der "Sagen"haften Energie

Wasserwelten Göschenen

Lehrgang Akteur / Akteurin im ländlichen Raum

Spezialitäten aus der Val Lumnezia - Bringen Sie Ihren Geschmackssinn auf Hochtouren

www.ilbernina.ch

Umsetzung der Zukunftsstrategie für die Bündner Landwirtschaft

Entwicklung einer Zukunftsstrategie für die Bündner Landwirtschaft

Personen

Emil Gwerder

Christian Weber

Francesco Pietrogiovanna

Ernst Knutti

Eduardo Zwyssig

Peter Kohler

Sandra Stockinger

Egon Hischier

Rolf Bischofberger

Bernhard Russi

Jean-François Roth

Viola Amherd

Hans Rudolf Heinimann

Samuel Moser

Sabrina Bütler

Men Juon

Meta Denoth

Hans Ulrich Christen

Igor Franchini

Giampietro Crameri

Christian Theus

Agnese Berta

Doris Eggmann

Jakob Scherrer

Rolf Hug

Sandrina Cirafici

Marianne Fischbacher

Christine Bolt

Thomas Bieger

Anna Maria Candinas

Jacqueline Baumer Müri

Marieluise Kunz

Astrid Meier-Theiler

Alex Kehrli

Peter Bernhard

Christian Hadorn

Pierre-Yves Pièce

Andreas Roesch

Curdin Capeder

Felicia Montalta

Willy Ziltener

Petra Wey-Hofstetter

Pankraz Freitag

Scheuber Josef K.

Immenhauser Martin

Thomas Gadmer

Peter Loretz

Irene Schuler

Florian Salis

Hans Hagenbuch

Angelika Abderhalden-Raba

Ulrich Weidmann

Estelle Cantala

Max Nadig

Walter Lüthi

René L. Frey

Philippe Chauvie

Hansjörg Weber

Pierre-Alain Rumley

Regula Ott

Christian Schmid

Sebastian Bellwald

Franz Oswald

François Mathis

Yvonne Vogel

Margrit Kopp

Jean-Michel Cina

Rolf Huber

Eveline Widmer-Schlumpf

Amadé Zenzünen

Dominik Roos

Priska Baur

Raymond Beutler

Thierry Defago

Andriu Maissen

Brigitte Keller

Werner Bernet

Franz Gnos

Daniel Koller

Markus Mösching

Pamela Wyss

Martino Froelicher

Caroline Süess

Hanspeter Schneider

Gabriele Bianchi

Remo Kellenberger

Herbert Krähenbühl

Mathias Steiger

Marianne Hassenstein

François Parvex

Hans und Heidi Aschwanden-Herger

Thomas Schaller

Matthias Süß

Eddy Agten

Damian Gisler

Reinhard Winter

Peter Vollmer

Peter Rieder

Peter Reinhard

Dieter Müller

Christoph Böbner

Werner Tischhauser

Daniel Berger

Bernhard Imoberdorf

Franz Wüest

Joana Filippi

Jacques et Eliane Murith

Emilie und Alain Zappellaz

Birgit Kratt

Serge Mariétan

Sophie Oltiványi-Strauss

Rebecca Göpfert

Benjamin Wohlwend

Karin Gaiser

Bruno Zenklusen

Philipp Schmid

Heinrich Alder

Gian Linard Nicolay

Orlando und Liliane Schmid

Nelly und Ronald Cahenzli

Werner Zumkehr

Lina und Ernst Frischknecht

Rafael Enzler

Daniel Grossenbacher

Flavio V. Ruffini

Curdin Foppa

Nicole Dahinden

Dionys Hallenbarter

Christoph Jaag

Adrian Dietrich

Hannes Grossenbacher

Stefan Forster

Thomas Maier

Simone Laura Karrer

Simon Buchli

Sibylle Berger

Gianluca Giuliani

Roger Schwarzenbach

Bernard Lehmann

Gabi Eschler

Claudio Müller

Maria Hug-Sutter

Marcus Caduff

Christian Flury