Ansprüche des Natur- und Landschaftsschutzes
Natur- und Landschaftsschutz vertreten die Interessen der beiden letzten Kategorien von Anspruchsgruppen im ländlichen Raum. Dabei steht die langfristige Sicherung von Landschaften, Lebensräumen und der biologischen Vielfalt im Vordergrund. Grossschutzgebiete können dazu einen wesentlichen Beitrag leisten.
Wissenschaftlich lassen sich Grossschutzgebiete damit begründen, dass grosse zusammenhängende Schutzgebiete, die z.B. Migration von Arten über grössere Distanzen erlauben, für die Biodiversität und das Überleben von Populationen bedeutend vorteilhafter sind als kleine fragmentierte Habitate (vgl. den Forschungsbereich der WSL zu grossflächigen Schutzgebieten). Grossflächigkeit ist aber auch Voraussetzung, damit verschiedenste Nutzerinteressen genügend Raum finden. Erst durch ein Verbundsystem von verschieden grossen Schutzgebieten mit unterschiedlichen Nutzungsintensitäten durch den Menschen kann die Vielfalt von Natur und Kultur nachhaltig geschützt werden. Die bestehenden Schutzgebiete in der Schweiz sind zu klein, um den darin lebenden Populationen langfristig das Überleben garantieren zu können. Viele Arten sind aber heute auf Schutzgebiete angewiesen (Fischer 2003: 7).
Regionale Naturpärke sind eine mögliche Form von Grossschutzgebieten. Um den Ansprüchen des Naturschutzes gerecht zu werden, muss ein Regionaler Naturpark zwei zentralen Bedingungen gerecht werden:
- Die Region verfügt über hohe Natur- und Landschaftswerte:
- Objekte des Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN)
- Moorlandschaften von nationaler Bedeutung
- Naturschutzgebiete
- Wertvolle Kulturlandschaften
- Naturdenkmäler
- Die Landschaft im Regionalen Naturpark ist durch die Errichtung technischer Infrastrukturanlagen nicht wesentlich beeinträchtigt worden, und seine Ökosysteme sind weitgehend intakt. Bestehende oder künftige Infrastrukturanlagen müssen in erster Linie auf die regionalen Bedürfnisse angepasst sein und sich harmonisch in die Landschaft einordnen.
- Die Schutzmassnahmen führen zu einem Mehrwert an Natur und Landschaft:
- Aufwertungsmassnahmen
- Bedeutende Beeinträchtigungen durch Infrastrukturanlagen werden bei jeder sich bietenden Gelegenheit durch landschaftsverträgliche Lösungen reduziert.
Links
Pärke von nationaler Bedeutung: Produktelabel. Richtlinie zur Verleihung und Verwendung des Produktelabels
Dokumentation der Tagung " Tagung „Erlebniswelt Naturpark – Werte und regionalökonomische Effekte"
Pärke
Nationale Naturlandschaften in Deutschland
Übersicht Pärke und Parkprojekte
Netzwerk Schweizer Pärke
Informationsplattform Naturerlebnis-Angebot Deutscher Tourismusverband
Dokumente
Machbarkeitsstudie Parc Adula
Leitfaden Natur Erlebnis Angebot: Entwicklung und Vermarktung
Markt- und Betriebsstudie Parc Ela
Studie Naturnaher Tourismus in der Schweiz. Angebot, Nachfrage und Erfolgsfaktoren
Botschaft zur Teilrevision des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz (NHG)
Machbarkeitsstudie Regionaler Naturpark Toggenburg-Werdenberg
Studie Ökonomische Analyse von Regionalen Naturpark-Projekten im Kanton Bern
Regionaler Naturpark Uri
Regionaler Naturpark Ela - Infoblatt ARE Graubünden

Übersicht Naturpärke
Ansprüche an Naturpärke
Netzwerkplattform der