Österreich: Heumilch legt weiter zu

Der Absatz von Heumilch und Heumilch-Produkten ist im 2011 gegenüber dem Vorjahr um 17 Prozent auf 32‘000 Tonnen gestiegen. Im Jahr 2011 gingen 4‘200 Tonnen Heumilch-Käse über die Ladentische, fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Bei der weissen Palette stieg der Absatz um 16 Prozent auf rund 27‘000 Tonnen. Der Exportanteil beläuft sich auf rund 32 Prozent, heisst es in einer Medienmitteilung. 2011 hat die ARGE Heumilch eine Studie vorgestellt, die zeigte, dass Heumilch im Durchschnitt rund doppelt so viele Omega-3-Fettsäuren und konjugierte Linolsäuren wie Standardmilch enthält. Die österreichischen Heumilchproduzenten dürfen ihren Tieren kein Silofutter verfüttern. Stattdessen gibt es für die Kühe nur Gras, Heu und Getreideschrot.

Quelle: Landwirtschaftlicher Informationsdienst lid, 27.01.2012

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Grüne Woche: Lehmann zieht eine positive Bilanz

Vom 20. bis 29. Januar fand die Internationale Grüne Woche (IGW) in Berlin, die weltgrösste Messe für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau statt. Auch die Schweiz warb für ihre Spezialitäten und Lebensmittel. Im LID-Interview zieht Bernard Lehmann, Direktor des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW), Bilanz. „Was die Schweiz betrifft, bin ich von der Aufmachung, den Aktivitäten sowie der Beteiligung der Exponenten sehr positiv beeindruckt“, erklärte BLW-Direktor Bernard Lehmann. Die Grüne Woche sei eine beeindruckende Leistungsschau. Die Schweizer Produkte stünden für Qualität, Authentizität, Natürlichkeit, Herkunft. In Zukunft werde ein vorteilhafter ökologischer Foot Print wichtiger. Auch hier glänzen Schweizer Lebensmittel.

Das ausführliche Interview des Landwirtschaftlichen Informationsdienstes lid mit BLW-Direktor Bernard Lehmann vom 27. Januar 2012 finden Sie hier.

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Graubünden: Milchproduktion mit Kleinvieh

Könnte die Milchproduktion mit Kleinvieh ein weiteres Standbein der Bündner Landwirtschaft sein? Mit dieser Frage beschäftigt sich die breit zusammengesetzte Arbeitsgruppe Kleinvieh auf Initiative von Bio Grischun seit rund einem Jahr. An der gut besuchten Infoveranstaltung am 17. Januar 2012 am LBBZ Plantahof hat die Arbeitsgruppe die geplanten Aktivitäten und Ziele vorgestellt. Als langfristiges Ziel für Graubünden hat die Arbeitsgruppe definiert, dass je 50 Milchschaf- und 50 Milchziegenbetriebe mit je mind. 100 Tieren und rund 5 Mio. kg Milch produzieren. Diese soll von 4 bis 5 Käsereien verarbeitet werden, die eine Kapazität von midn. einer Million kg haben. Der Arbeitsverdienst für die Milchproduzenten soll 20 % höher sein als bei der Produktion von Kuhmilch. Jasmin Said Bucher, Geschäftsführerin alpinavera, zeigte auf, dass der Konsum von Schafmilchprodukten in der Schweiz seit 2000 von 80 auf 250 Tonnen angestiegen ist. Der Konsum von Ziegenmilchprodukten hat sich in der gleichen Zeitspanne verdoppelt, 2011 wuden 800 Tonnen verzehrt. Die Nachfrage nach neuen innovativen Nischenprodukten ist von Seiten Handel hoch. Die Teilnehmer der Arbeitsgruppe machten darauf aufmerksam, dass der Absatz von Gitzi und Lammfleisch sehr schwierig ist, und auch für Schlachttiere aus der Milchproduktion keine Nachfrage besteht. Bei einem Ausbau der Kleinviehhaltung müsste auch im Fleischbereich nach Lösungen gesucht werden. Marisa Furger, Projektverantwortliche am LBBZ, informierte, dass der Plantahof als Kompetenzzentrum einen Zuchtbestand an Milchschafen und Milchziegen mit je 40 Tieren aufbauen will. Diese Herden bieten die Möglichkeit zur Forschung und Lehre und so kann eine professionelle Kleinviehhaltung in Graubünden gefördert und unterstützt werden. Der Projektstart ist auf Frühling 2013 geplant.

Den vollständigen Artikel finden Sie im Bündner Bauer Nr. 4 vom 27. Januar 2012. Weitere News zum Thema finden Sie hier.

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Berghilfe setzt Akzente

Touristische Angebote sind für viele Familien in abgelegenen Regionen ein wichtiges Standbein geworden. Diesem Umstand trägt die Schweizer Berghilfe Rechnung. Sie widmet die diesjährige Sammelkampagne, die vom 29. Januar bis am 11. Februar läuft, ganz dem sanften Tourismus. Das Hilfswerk hat in den letzten sechs Jahren 162 touristische Projekte unterstützt und dafür insgesamt 13,7 Millionen Franken bewilligt. Die damit ausgelösten Investitionen betrugen über 80 Millionen Franken.

Die Höhe der Projektbeiträge fällt unterschiedlich aus. «Wir unterstützen die Projekte mit durchschnittlich 40000 Franken, verfolgen aber den Grundsatz, dass zuerst alle anderen Finanzierungsmöglichkeiten ausgeschöpft werden müssen», führt Regula Straub aus. Das Motto lautet «Hilfe zur Selbsthilfe». Ein regionales Projekt kann aber durchaus auch einen höheren Beitrag von der Berghilfe erhalten. Das zeigt das Hotel Piz Vizan in Wergenstein (GR). Aus dem alten Hotel entstand das «Center Capricorns», das heute im abgelegenen Dorf 20 Arbeitsplätze bietet. Die Berghilfe beteiligte sich mit 700000 Franken am 4-Millionen-Projekt.

Gleichzeitig verlängert die Schweizer Berghilfe die Zusammenarbeit mit Schweiz Tourismus mit dem Start der 2. Staffel von Enjoy Switzerland. Jürg Schmid, Direktor von Schweiz Tourismus (ST), räumt dem sanften Tourismus im Berggebiet durchaus Chancen ein. «Auf den ersten Blick sind die Rahmenbedingungen knallhart: Die Nischenanbieter müssen sich den gleichen Herausforderungen stellen wie alle andern alpinen Destinationen, haben aber zusätzlich eine kürzere Saison und verfügen in der Regel über kein Marketing.» Doch Schmid ortet mehrere globale Trends, wie die Nachhaltigkeit und die Authentizität, die dem sanften Tourismus zugute kommen. Schweiz Tourismus ist denn auch gewillt, Marketing-Know-how zur Verfügung zu stellen. Seit drei Jahren läuft das gemeinsame Impulsprogramm mit der Schweizer Berghilfe, das über «Enjoy Switzerland» abgewickelt wird. Das Safiental (GR), die Moosalp (VS), St-Ursanne/Clos du Doubs und das Emmental/Entlebuch machten als Pilotregionen mit. Heute wird die zweite Staffel lanciert. Aus 13 Bewerbern wurden folgende vier Regionen ausgewählt: Obergoms, Bergell, Naturpark Thal und Creux du Van (Val-de-Travers). Diese Regionen werden mit der Umsetzung des Förderprogrammes am 1. September 2012 starten.

Quelle: htr hotelrevue, 26.01.2012

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Die neue Pärkepolitik des Bundes trägt trotz geringer Finanzmittel Früchte

Anfang 2012 waren neben dem Schweizer Nationalpark bereits 11 Pärke von nationaler Bedeutung anerkannt und 6 weitere in Errichtung – die meisten davon im Berggebiet, wo die Landschaft als touristisches Kapital gesehen wird. Die Gesamtfläche beträgt rund 6‘000 km² oder knapp 15% des Landes. Ab 2012 hat der Bund hierfür Finanzmittel von jährlich 10 Mio. Fr. vorgesehen. Angesichts der enormen Flächen, um die es dabei geht, und angesichts der Tatsache, dass der Betrieb eines Parks effektive Trägerstrukturen voraussetzt, ist dies ein bescheidener Betrag: Für die Landschaftspflege auf einem Achtel des Schweizer Territoriums werden jährlich so viel Bundesmittel verwendet wie für den Bau von einem Kilometer Autobahn! Das Jahresbudget des Bundes für eineinhalb Dutzend Pärke von nationaler Bedeutung entspricht etwa dem Etat des deutschen Nationalparks Berchtesgaden. Trotz dieser Einschränkungen kann die neue Pärkepolitik des Bundes als Erfolg betrachtet werden. Sie wirkt als Katalysator für regionale Initiativen und bietet ein neues Instrumentarium zur Verknüpfung von Landschaftsschutz und Regionalentwicklung – zur Förderung touristischer Dienstleistungen und regionaler Wertschöpfungsketten in den meist strukturschwachen Berggebieten. Vor allem aber sorgt sie durch die Institutionalisierung des Parkmanagements und durch ein wirkungsvolles Label dafür, dass das öffentliche Gut Landschaft effektiver gepflegt, entwickelt und bewirtschaftet wird. Die Herausforderung der nächsten Jahre besteht darin, die geplanten Parkprojekte auch tatsächlich umzusetzen und das Parkmanagement zu professionalisieren. Wenn dies gelingen soll, erscheint eine Aufstockung der Finanzmittel dringend geboten.

Lesen Sie den vollständigen Artikel der Avenir Suisse vom 25. Januar 2012. Weitere Informationen zum Thema finden Sie im Fachbeitrag Naturpärke oder in der Kolumne von Stefan Forster "Neue Naturpärke und Tourismus: Top oder Flop?" auf dieser Seite.

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Vom Bund unterstützte gemeinschaftliche Projektinitiativen

Gestützt auf Art. 136 Abs. 3bis des Landwirtschaftsgesetzes unterstützt das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) sogenannte gemeinschaftliche Projektinitiativen. Der nächste Einreichetermin ist der 28. Februar 2012. Eingereicht werden können Projektskizzen zu Initiativen im Agrarbereich mit einer oder mehreren Massnahmen aus den Themenbereichen Absatzförderung, Erhaltung pflanzen- und tiergenetischer Ressourcen, Gewässersanierung, nachhaltige Ressourcennutzung oder regionale Entwicklung (landwirtschaftliche Strukturverbesserungen). Weitere Informationen und Kurzbeschriebe zu den unterstützten Projektinitiativen finden Sie beim Bundesamt für Landwirtschaft BLW. Allgemeinere Informationen finden Sie im Fachbeitrag Finanzierungsquellen für Projekte auf dieser Seite.

Hinweis: Bis im April 2012 können keine Projektskizzen mit Ausrichtung auf ein Vernetzungsprojekt nach ÖQV  angenommen werden. Grund dafür sind die grosse Anzahl der bisher eingereichten Projektskizzen und die aktuellen Möglichkeiten des BLW zur Unterstützung der Vorabklärung (Erarbeitung des Umsetzungsgesuchs). Für alle anderen Projektausrichtungen gelten die bisherigen Eingabetermine.

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Hoteliers machen sich für Agrarfreihandel stark

Die Schweizer Hotellerie leidet unter dem starken Franken. Tiefere Einkaufspreise bei Lebensmitteln würde die Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Hotelleriesuisse fordert deshalb einen Freihandel im Agrar- und Lebensmittelbereich. Den Hoteliers bereitet der starke Franken grosse Sorgen. Zwar habe man den Preisunterschied gegenüber den umliegenden Ländern in den letzten Jahren verringern können. Der starke Franken habe dies innert kürzester Zeit wieder zunichte gemacht, erklärte Guglielmo Brentel, Präsident von hotelleriesuisse. Gemäss BakBasel lagen die Preise für Beherbergung und Gastronomie in der Schweiz im Jahr 2010 durchschnittlich 22 Prozent über denjenigen in Deutschland, Frankreich, Österreich und Italien. Ein Agrarfreihandelsabkommen würde den Strukturwandel in der Landwirtschaft beschleunigen, schreibt der Schweizerische Bauernverband (SBV) in einer Medienmitteilung. Davon betroffen wäre auch der Tourismus, zumal Bauern für eine abwechslungsreiche Landschaft sorgen würden. Der SBV betont zudem, dass auf der Kostenseite die Personalaufwände mehr zu Buche schlagen als Lebensmittel. Ausserdem kämen in der Gastronomie oft vorverarbeitete Lebensmittel zum Einsatz, wo die Rohstoffpreise nicht entscheidend seien. Quelle: Landwirtschaftlicher Informationsdienst lid, 24.01.2012

Die Medienmitteilung der hotelleriesuisse vom 24. Januar 2012 sowie eine Kurzfassung der Studie finden Sie hier.

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Graubünden: Senden Sie Ihre agrotouristischen Angebote!

Graubünden will bis in fünf Jahren eine führende Rolle im Schweizer Agrotourismus einnehmen. Ob Ferien auf dem Bauernhof, Schlafen im Stroh, im Tipi, im Maiensäss oder im Iglu, Hofbeizli, Besenbeiz, Häxahüttli, Trekking mit Tieren, Hofführungen, Käseolympiaden, Alpfeste, Seminare am Hof oder Alpen-Wellnessbäder - senden Sie ihre Angebote, damit sie auf der neuen Internet-Plattform von Agrotourismus Graubünden gesehen werden und buchbar sind. So können Sie sich anmelden:

Elektronische Anmeldeformulare herunterladen unter
www.pluswert.ch > publikationen

oder direkt bestellen bei der

Geschäftsstelle  Agrotourimus
Tel.: +41 (0)81 250 54 25
e-Mail: sabina.schlosser@pluswert.ch

Quelle: Bündner Bauer, Nr. 3, 20. Januar 2012

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Glarus: Regionale Zusammenarbeit bringt Erfolg

Im Restaurant «Seblengrat» werden neuerdings Käse- Spezialitäten angeboten. Aus gutem Grund, denn nebst Erika Lauffer als Wirtin und Alexandra Schmid ist der Käser Albrecht Rhyner von der nahe gelegenen Bösbächialp eingestellt worden. Die Käseschnitten haben sich bereits weit- herum herumgesprochen. Und: Für die Raclette-Portion wird der Glarner Alpkäse von seiner Alp verwendet.

Quelle: Südostschweiz Ausgabe Glarus, 23.01.2012

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Österreich: Bio-Milch boomt

Österreich hat die führende Position in der Produktion von Bio-Milch ausgebaut. 2010 produzierte die Alpenrepublik die drittgrösste Bio-Milchmenge in der EU – nach Deutschland sowie Dänemark und vor Frankreich und Polen. Kein anderer EU-Staat erreicht gemäss aiz.info einen höheren Bio-Anteil an der Gesamtmilchproduktion. Dieser betrug im Jahr 2010 fast 14 Prozent (CH: 5,1 Prozent). Seit 1998 wuchs die Bio-Milchmenge um 277 Prozent. Bei Fruchtjoghurt beträgt der Bio-Anteil 10 Prozent, bei Butter 11 Prozent und beim Käse 7 Prozent. 90 Prozent der österreichischen Bio-Milchbetrieben liegen im Berggebiet. 2010 belief sich der Bio-Anteil an den gesamten Lebensmittelausgaben auf 4,8 Prozent – der höchste Wert in der EU.

Quelle: Landwirtschaftlicher Informationsdienst lid, 13.01.2012

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