In Uri werden immer weniger Milchkühe und junge Rinder gehalten. Das könnte mittelfristig zu Problemen bei der Bestossung der Alpen führen. Gegenüber dem Vorjahr ist der Nutztierbestand (Rindvieh, Schafe, Ziegen und Pferde) im Kanton Uri um fast 500 zurückgegangen. Beim Amt für Landwirtschaft des Kantons Uri kennt man die genauen Gründe für diesen Rückgang nicht. «Besonders erstaunlich ist diese Zahl, wenn man bedenkt, dass 2012 ein gutes Futterjahr war», sagt Hanspeter Kempf vom Amt für Landwirtschaft des Kantons Uri. Das heisst: «Die Landwirte hatten keinen Grund, Tiere zu verkaufen, weil zu wenig Futtervorräte vorhanden waren – im Gegenteil.» Kempf vermutet deshalb eher, dass Landwirte, die zusätzliche Flächen pachten konnten, die Tierbestände nicht aufgestockt haben. Für Kempf ist klar: «Dieser Rückgang bei den Milchkühen sowie beim Jungvieh wird mittelfristig auch negative Auswirkungen auf die Bestossung der Urner Alpen haben.»
Lesen Sie mehr dazu in der Neuen Luzerner Zeitung vom 13. Juni 2013.
ValNature geht neue Wege, indem sie auf elektrische Geräte setzen, den Bau eines Kleinst-Wasserkraftwerkes veranlasst und eine Photovoltaik-Anlage errichtet sowie die biologisch und biodynamisch bewirtschafteten Rebflächen ausgedehnt haben. Die vor drei Jahren im Mittelwallis gegründete Genossenschaft ValNature unterstützt mit ihrem Projekt «Bio-Rebbau ohne Emissionen» wichtige Pfeiler moderner, regionaler Bio-Landwirtschaft. Sie setzt ökologische Anbautechniken auf innovative Weise um und sorgt für die Verbreitung eines ressourcenschonenden Bio-Rebbaus. Mit der Produktion und der Verarbeitung klimaneutral hergestellter Weintrauben bietet die Genossenschaft ihren Mitgliedern Motivation und Zukunftsperspektiven. Mit dem Anbau pilzresistenter und damit widerstandsfähiger Sorten geht die Genossenschaft gegen das grosse Rebbau-Problem des falschen und des echten Mehltaus vor. Der Venus-Weinberg von ValNature zum Beispiel wurde noch nie gespritzt – ist also weder mit den im Bio-Rebbau erlaubten Mitteln zur Pilzbekämpfung noch anderen Herbiziden oder Pestiziden in Kontakt gekommen.
Lesen Sie mehr dazu auf der News-Plattform des Walliser Boten:
Die Alpwirtschaft prägt die Schweizer Kulturlandschaft im Sömmerungsgebiet. Ihr wird als eine noch traditionell anmutende Wirtschaftsweise ein hoher kultureller Wert und eine identitätsprägende Funktion für die Schweizer Bevölkerung zugeschrieben. Um zu untersuchen, welche Funktionen der Alpwirtschaft von verschiedenen Anspruchsgruppen in der Bevölkerung geschätzt werden und inwiefern die Alpwirtschaft identitätsstiftend ist, wurden Touristinnen und Touristen sowie Bewohnerinnen und Bewohner im AlpFUTUR-Fallstudiengebiet Diemtigtal befragt und zudem eine gesamtschweizerische Befragung durchgeführt. Landschaftspflege, vor allem zum Erhalt der Artenvielfalt und für Erholungszwecke, sowie die alpwirtschaftliche Produktion werden hoch gewichtet. Etwas weniger wichtig sind alptouristische Angebote. Bewohnerinnen und -bewohner des Berggebietes gewichten alle Funktionen höher und identifizieren sich stärker mit der Alpwirtschaft. Diese Studie bietet Grundlagen für die auch im Sömmerungsgebiet geplanten, an gesellschaftlichen Bedürfnissen orientierten Landschaftsqualitätsbeiträge.
Die vollständige Publikation von X. Junge und M. Hunziker findet sich in der neuesten Ausgabe der Agrarforschung Schweiz 4(6), 272-279, 2013.
Gestützt auf Art. 136 Abs. 3bis des Landwirtschaftsgesetzes unterstützt das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) sogenannte gemeinschaftliche Projektinitiativen. Der nächste Einreichetermin ist der 31. August 2013. Eingereicht werden können Projektskizzen zu Initiativen im Agrarbereich mit einer oder mehreren Massnahmen aus den Themenbereichen Absatzförderung, Erhaltung pflanzen- und tiergenetischer Ressourcen, Gewässersanierung, nachhaltige Ressourcennutzung oder regionale Entwicklung (landwirtschaftliche Strukturverbesserungen).
Zum ersten Mal seit Jahren gibt es keine «Milchschwemme» mehr: Hunderte von Schweizer Milchbauern geben auf – bereits geraten erste Milchverarbeiter in Not. Zum Beispiel Urs und Silvia Huser aus Dietschwil SG. «Die Rechnung ist für uns nicht mehr aufgegangen», sagt Urs Huser. Zu hoch war die Arbeitsbelastung, zu tief der Verdienst. Ist die Milchproduktion in der Schweiz also ein Auslaufmodell? Peter Gfeller, bis vor kurzem Präsident des Dachverbandes der Schweizer Milchproduzenten: «Das dachte man schon öfter. Aber es ist nie so weit gekommen.» Allerdings ist ihm aufgefallen, dass neuerdings sogar erfolgreiche Viehzüchter aussteigen. Dass Bauern mit leistungsfähigen Strukturen und neuen Ställen aufhören. Dass sogar grössere Betriebe mit 100 Kühen den Milchhahn zudrehen. Bauern wie Husers, die taten, was die Agrarpolitik von ihnen verlangte: Sie versuchten, wettbewerbsfähiger zu werden. Vielleicht war genau das der Fehler. Seit Huser nämlich eine seiner Kühe einem Bauern im Zürcher Oberland verkauft hat, ist deren Milch beinahe einen Franken pro Kilo wert. Der neue Tierhalter beliefert damit eine kleine Käserei in Girenbad. Fragt man Huser, ob er bei diesem Preis noch weitermelken würde, überlegt er nicht lange: «Aber sicher!» Doch Huser hat in seiner Region keine Spezialitätenkäserei vor der Haustür.
Neue Freihandelsabkommen und eine Agrarreform: Die Veränderungen rufen bei Bauern Ängste hervor. Es werde innerhalb der Landwirtschaft zu gewissen Umverteilungen kommen, meint der Landwirtschafts-Direktor.
Lesen Sie das Interview mit Bernard Lehmann in der Neuen Zürcher Zeitung vom 5. Juni 2013.
Die Mitglieder der Alpsennengenossenschaft Urnerboden haben Ende Oktober 2012 an einer ausserordentlichen GV dem Bau der Alpkäserei Urnerboden oppositionslos zugestimmt. Mit dem Realisierungsentscheid fand die im September 2006 gestartete Planungsphase ihren vorläufigen Abschluss. In den vergangenen vier Wochen wurden die ersten Vorarbeiten und die notwendigen Rodungen ausgeführt. Gestern erfolgte der offizielle Spatenstich für das 6,4 Millionen Franken teure Bauprojekt. Bereits im August soll der Rohbau fertiggestellt sein. In die im März 2012 gegründete Alpkäserei Urnerboden AG sind insgesamt 52 Älpler eingebunden. Im Vollbetrieb können auf dem Urnerboden pro Sommer mehr als 1 Million Kilogramm Alpmilch zu knapp 100 Tonnen Alpkäse verarbeitet werden.
Lesen Sie mehr dazu in der Neuen Luzerner Zeitung Online vom 28. Mai 2013. Weitere News zum Urnerboden finden Sie hier.
Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat heute die ersten offiziellen Zeichen des Bundes im Agrarbereich präsentiert. Die Zeichen dürfen für alle echten Schweizer Berg- und Alpprodukte verwendet werden, die den Anforderungen der Berg- und Alpverordnung (BAIV) entsprechen und zeichnen deren besondere Qualität aus. Die offiziellen Zeichen stehen grundsätzlich für alle Marktteilnehmer offen, wenn sie die Vorschriften der BAlV einhalten. Die Verwendung ist freiwillig. Interessierte Kreise können bis am 26. Juli 2013 zum entsprechenden Verordnungsentwurf Stellung nehmen.
Lesen Sie mehr dazu in der Medienmitteilung des Bundesamts für Landwirtschaft vom 31. Mai 2013.
Wie der verliehene Unesco-Welterbe-Titel dabei helfen soll, die Wirtschaft grenzübergreifend zu stärken.
Als Naherholungsgebiet im Mendrisiotto zählt der Saurierberg zu den beliebtesten Ausflugszielen. Davon profitieren etliche Restaurants und Pensionen. Zwei Dutzend Restaurants und Pensionen auf Italienischer und Schweizer Seite haben sich inzwischen zu einem Gastronomieverband zusammengeschlossen, um das Markenzeichen Monte San Giorgio gemeinsam bekannter zu machen. Der Schulterschluss musste freiwillig erfolgen.
Lesen Sie mehr dazu im Artikel der BauernZeitung vom 31. Mai 2013.
L'Aide Suisse aux Montagnards a conclu un partenariat avec ViaStoria, le Centre pour l'histoire du trafic, et soutiendra cette organisation par des contributions financières qui se montent à 750 000 francs. ViaStoria s'est constitué depuis de nombreuses années une documentation de grande valeur sur l'histoire d es itinéraires culturels dans les régions de montagne. Ces précieux documents serviront de base aux initiateurs de projets locaux pour la création des chemins culturels. Et leur exploitation sur le plan touristique devrait favoriser la création de valeur dans les régions de montagne économiquement faibles. Source: Aide Suisse aux Montagnards, 27.05.2013
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