Berghilfe setzt Akzente

Touristische Angebote sind für viele Familien in abgelegenen Regionen ein wichtiges Standbein geworden. Diesem Umstand trägt die Schweizer Berghilfe Rechnung. Sie widmet die diesjährige Sammelkampagne, die vom 29. Januar bis am 11. Februar läuft, ganz dem sanften Tourismus. Das Hilfswerk hat in den letzten sechs Jahren 162 touristische Projekte unterstützt und dafür insgesamt 13,7 Millionen Franken bewilligt. Die damit ausgelösten Investitionen betrugen über 80 Millionen Franken.

Die Höhe der Projektbeiträge fällt unterschiedlich aus. «Wir unterstützen die Projekte mit durchschnittlich 40000 Franken, verfolgen aber den Grundsatz, dass zuerst alle anderen Finanzierungsmöglichkeiten ausgeschöpft werden müssen», führt Regula Straub aus. Das Motto lautet «Hilfe zur Selbsthilfe». Ein regionales Projekt kann aber durchaus auch einen höheren Beitrag von der Berghilfe erhalten. Das zeigt das Hotel Piz Vizan in Wergenstein (GR). Aus dem alten Hotel entstand das «Center Capricorns», das heute im abgelegenen Dorf 20 Arbeitsplätze bietet. Die Berghilfe beteiligte sich mit 700000 Franken am 4-Millionen-Projekt.

Gleichzeitig verlängert die Schweizer Berghilfe die Zusammenarbeit mit Schweiz Tourismus mit dem Start der 2. Staffel von Enjoy Switzerland. Jürg Schmid, Direktor von Schweiz Tourismus (ST), räumt dem sanften Tourismus im Berggebiet durchaus Chancen ein. «Auf den ersten Blick sind die Rahmenbedingungen knallhart: Die Nischenanbieter müssen sich den gleichen Herausforderungen stellen wie alle andern alpinen Destinationen, haben aber zusätzlich eine kürzere Saison und verfügen in der Regel über kein Marketing.» Doch Schmid ortet mehrere globale Trends, wie die Nachhaltigkeit und die Authentizität, die dem sanften Tourismus zugute kommen. Schweiz Tourismus ist denn auch gewillt, Marketing-Know-how zur Verfügung zu stellen. Seit drei Jahren läuft das gemeinsame Impulsprogramm mit der Schweizer Berghilfe, das über «Enjoy Switzerland» abgewickelt wird. Das Safiental (GR), die Moosalp (VS), St-Ursanne/Clos du Doubs und das Emmental/Entlebuch machten als Pilotregionen mit. Heute wird die zweite Staffel lanciert. Aus 13 Bewerbern wurden folgende vier Regionen ausgewählt: Obergoms, Bergell, Naturpark Thal und Creux du Van (Val-de-Travers). Diese Regionen werden mit der Umsetzung des Förderprogrammes am 1. September 2012 starten.

Quelle: htr hotelrevue, 26.01.2012

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