Stiftung Landschaftsschutz kritisiert den Bundesrat
Die Stiftung Landschaftsschutz reagiert kritisch auf die vom Bundesrat geforderte Wachstumsoffensive für den Tourismus. Bereits heute seien die Grenzen des Wachstums an vielen Orten erreicht, schreibt die Stiftung in einer Medienmitteilung: Verstädterte Tourismusdestinationen, überfüllte Pisten, der steigende Verkehr und hoher Ressourcenverbrauch zeugten davon. Man erwarte, dass eine Auseinandersetzung über den volkswirtschaftlich schädlichen Boom von Zweitwohnungen und die überdimensionierten Bauzonen in Tourismusgebieten erfolge.
Der Bundesrat beauftragte am 23. März das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement damit, eine Gesamtschau und eine Strategie zu erarbeiten, damit der Schweizer Tourismus stärker wachse und mehr Arbeitsplätze schaffe. Seit 1950 ist die Schweiz in der Rangliste der grössten Tourismusländer aus den Top Five auf Rang 27 abgefallen.
Der Bundesrat messe den Schweizer Tourismus an einem zweifelhaften Länderrating statt auf hochwertigen, ökologisch und kulturell orientierten Tourismus zu setzen, kritisiert die Stiftung Landschaftsschutz das Ansinnen des Bundesrats.
Quelle: Landwirtschaftlicher Informationsdienst lid, 24.04.2010


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