Planungsarbeiten für ein Jahrhundertbauwerk
Mit der Erhöhung der Abflusskapazität soll die Hochwassersicherheit am Alpenrhein auf dem rund 25 Kilometer langen Abschnitt Illmündung bis Bodensee verbessert werden. Die Internationale Rheinregulierung (IRR) schreibt die Planungsarbeiten für dieses Grossprojekt aus. Die Internationale Rheinregulierung (IRR) ist für die Umsetzung des dritten Staatsvertrags von 1954 zuständig, der zwischen der Schweiz und Österreich abgeschlossen wurde. Dazu gehört der Ausbau und die Sicherstellung des Abflussvermögens zwischen der Illmündung und dem Bodensee auf 3100 m3/s.
Im Rahmen einer Studie der ETH Zürich wurde überprüft, ob auf dieser kritischen Strecke ein Ausbau auf 4300 m3/s möglich ist. Die Machbarkeit konnte laut einer Mitteilung nachgewiesen werden. Basierend auf diesen Ergebnissen soll nun ein Projekt erarbeitet werden, das sowohl den Sicherheitsanliegen wie auch den Umweltanforderungen und der Ökonomie genügt. Die Planungsarbeiten für das Generelle Projekt und die erforderliche Umweltverträglichkeitsprüfung werden gleichzeitig ausgeschrieben.
Die Kosten für das Projekt werden auf 400 bzw. 600 Millionen Franken geschätzt und sollen von Österreich und der Schweiz gemeinsam getragen werden. Die Bauarbeiten sollen unmittelbar nach Abschluss der Planungsarbeiten, Bewilligungs- und Ausschreibungsverfahren voraussichtlich im Jahr 2017 aufgenommen werden und 20 Jahre dauern.
Quelle: suedostschweiz.ch, 17.03.2010


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