Glarus: Kantonsbeteiligung an neuem Wasserkraftwerk

Die Glarner Regierung will sich mit 15 Prozent oder maximal 1,5 Millionen Franken am geplanten Kraftwerk Föhnen-Doppelpower der SN Energie AG beteiligen. Der Kanton könne so mitbestimmen über die Verwendung seiner grössten natürlichen Ressource, dem Wasser. Er habe zudem Interesse an der Realisation des Projektes, weil er nebst einer Kapitalrendite auch von anderen Erträgen aus Abgaben, Gebühren und Steuern profitieren könne, teilte die Regierung heute mit. Auch sei die erwartete Kapitalrendite höher, als bei einer Investition in Obligationen oder ähnlichen Anlagen. Zudem führe die Beteiligung erstmals zu einer wünschenswerten Kooperation mit dem zweiten grossen Stromversorger in Glarus. Der Kanton hält bereits 15 Prozent an der Kraftwerke Linth-Limmern AG (KLL), die zu 85 Prozent der Axpo-Tochter Nordostschweizerische Kraftwerke AG gehört. Die Investition ins Kraftwerk Föhnen-Doppelpower muss allerdings noch vom Kantonsparlament bewilligt werden.

Das Projekt will das Triebwasser der bestehenden Kraftwerkstufen Sernf und Niederenbach in einer neuen Zentrale im Gebiet Ennetlinth/Mitlödi ein zweites Mal nutzen. Dazu soll das Wasser von der bestehenden Zentrale Herren durch einen neuen Stollen unter dem Bergsturzkegel von Sool geleitet werden. Das Projekt soll von der Gesellschaft Kraftwerk Doppelpower AG umgesetzt werden, die noch diesen Monat gegründet wird.

Quelle: suedostschweiz.ch, 16.03.2010

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