San Gottardo allenfalls in Light-Variante
Die geplante Vermarktung der Tourismusdestination San Gottardo kommt vorerst allenfalls in einer Light-Variante mit dem Urserntal UR sowie der oberen Surselva GR. In Goms VS und im Tessin will man vorerst abwarten, wie sich das Projekt entwickelt.
Goms hat sich zwar für die Idee San Gottardo, aber gegen die so genannte Destinationsmanagement-Organisation (DMO) ausgesprochen. Das Oberwallis lasse sich schwer mit San Gottardo assozieren, wird argumentiert. Das bestätigte Jean-Daniel Mudry, Geschäftsführer der Region San Gottardo und ehemaliger Leiter von Goms Tourismus. Unentschlossen ist man auch im Tessin. Mit Ticino Turismo hat man dort eine eigene starke Marke. Interessant wäre eine DMO San Gottardo nur für die Leventina. Dort will man laut Mudry aber zuerst abwarten, wie sich die Situation entwickelt.
Auch in Uri wollen sich nur die Gemeinden im Urserntal (Andermatt, Realp, Hospental) der neuen Vermarktung anschliesen. Der Urner Talboden dagegen orientiert sich nach Luzern. Laut Emil Kälin, Sekretär der Urner Volkswirtschaftsdirektion, will dieser Kantonsteil die Leistungsvereinbarung mit Luzern Tourismus beibehalten. Für das Urserntal biete sich aber eine zweite Organisation zusammen mit der oberen Surselva (Disentis und Sedrun) an. Die Vorbereitungen für den Zusammenschluss würden laufen.
Quelle: htr hotelrevue, 14.12.2009


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