Wirtschaftlichkeit von Biogasanlagen
Eine Studie von AGROSCOPE hat für zwei Biogasanlagen mit 120 bzw. 240 kW installierter elektrischer Leistung Wirtschaftlichkeitsrechungen erstellt. Bei der Vergärung von Gülle mit verschiedenen Co-Substraten resultieren Gestehungskosten für die Stromproduktion von 17 bis 27 Rappen pro kWh. Werden die Co- Substrate teilweise mit Silomais als nachwachsendem Rohstoff ersetzt, verzeichnen beide Anlagen massive finanzielle Verluste. Aufgrund verschiedener Variantenrechnungen wird deutlich, dass der Standort der Anlage – er wirkt sich auf Transportkosten oder Wärmenutzung aus – einen grossen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit hat. Die Entsorgungserlöse der Co-Substrate machen vor allem bei der kleineren Anlage einen wesentlichen Anteil am Gesamterlös aus, weshalb eine ungünstige Entwicklung der Entsorgungsgebühren die Wirtschaftlichkeit schnell gefährden kann. Unter dem angenommenen Strompreis von 21 Rappen pro kWh dürften deshalb grössere gemeinschaftlich betriebene Biogasanlagen in einem dynamischen Umfeld bessere Zukunftschancen haben.
Die Studie von Nanina Gubler, Christian Gazzarin und Dunja Dux der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART können Sie hier nachlesen.


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