Holzkauf soll strenger geregelt werden

Beim Holzkauf achtet die Mehrheit der Kantone nicht auf soziale und ökologische Kriterien bei der Produktion. Dies ist das Fazit einer WWF-Studie. Untersucht hat der WWF, wie die Kantone ihr Holz beschaffen, ob ihr Holz nachhaltig und legal produziert wurde und woher es kommt. Das Ergebnis sei ernüchternd, schreibt die Umweltorganisation laut der Nachrichtenagentur SDA in einer Mitteilung vom Dienstag, 29. September 2009. Es müsse davon ausgegangen werden, dass viele Kantone auch Holz verbauten, das illegal produziert wurde oder das aus Raubbau stamme. Problematisch sei dabei nicht nur das Tropenholz, sondern auch Holz aus Teilen Skandinaviens oder aus Russland. Auch in diesen Ländern werde Raubbau betrieben und illegal Holz geschlagen.

Der WWF fordert neue Ausschreibungskriterien bei der öffentlichen Beschaffung. So brauche es gesetzliche Eignungskriterien nach dem FSC-Label für umweltgerechte Waldwirtschaft, damit Holz aus Raubbau ausgeschlossen werden könne. Von solchen Regelungen werde auch die Schweizer Holzindustrie profitieren, schreibt die Umweltorganisation. Denn im Gegensatz zu den Nachbarländern sei in der Schweiz bereits fast 70 Prozent des Holzes FSC-zertifiziert.

In einer Stellungnahme bezeichnet der Holzbranchen-Dachverband Lignum es als stossend, dass der WWF primär auf FSC-zertifiziertes Holz setzt und Herkunftsbezeichnungen "pauschal als nicht aussagekräftig taxiert". Der Nachweis einer Schweizer Herkunft sei für Holz ein ebenso guter, wenn nicht sogar besserer ökologischer Nachweis. Schweizer Waldbesitzer bewirtschafteten ihre Wälder aufgrund eines der weltweit strengsten Waldgesetze nachhaltig und im internationalen Vergleich auf höchstem Niveau, hält der Dachverband der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft laut der SDA in einer Mitteilung fest. Im Jahre 2000 habe der WWF selbst die Schweizer Waldwirtschaft als die beste Europas ausgezeichnet.

Quelle: Landwirtschaftlicher Informationsdienst lid, 29.09.2009

 Permalink
No new comments allowed (anymore) on this post.