Eine Studie von AGROSCOPE hat für zwei Biogasanlagen mit 120 bzw. 240 kW installierter elektrischer Leistung Wirtschaftlichkeitsrechungen erstellt. Bei der Vergärung von Gülle mit verschiedenen Co-Substraten resultieren Gestehungskosten für die Stromproduktion von 17 bis 27 Rappen pro kWh. Werden die Co- Substrate teilweise mit Silomais als nachwachsendem Rohstoff ersetzt, verzeichnen beide Anlagen massive finanzielle Verluste. Aufgrund verschiedener Variantenrechnungen wird deutlich, dass der Standort der Anlage – er wirkt sich auf Transportkosten oder Wärmenutzung aus – einen grossen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit hat. Die Entsorgungserlöse der Co-Substrate machen vor allem bei der kleineren Anlage einen wesentlichen Anteil am Gesamterlös aus, weshalb eine ungünstige Entwicklung der Entsorgungsgebühren die Wirtschaftlichkeit schnell gefährden kann. Unter dem angenommenen Strompreis von 21 Rappen pro kWh dürften deshalb grössere gemeinschaftlich betriebene Biogasanlagen in einem dynamischen Umfeld bessere Zukunftschancen haben.
Die Studie von Nanina Gubler, Christian Gazzarin und Dunja Dux der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART können Sie hier nachlesen.
Die Forschung für schmackhafte, sichere Lebensmittel, für eine gesunde Umwelt und für eine innovative, wettbewerbsfähige Landwirtschaft hat eine neue Website: www.agroscope.ch.
Damit die Informationen aus der Schweizer Forschung für Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt an einem Ort rasch gefunden werden können, haben die Agroscope-Forschungsanstalten Changins-Wädenswil ACW, Liebefeld-Posieux ALP und
Reckenholz-Tänikon ART ihre Websites zusammengeführt. Ebenfalls integriert als Subsites wurden die Websites des Schweizerischen Nationalgestüts sowie der drei Agroscope-Forschungsprogramme Agrimontana, Proficrops und Nutriscope. Die neue Agroscope-Website hat eine kundengruppenorientierte Struktur mit den Rubriken «Forschung», «Praxis» und «Öffentlichkeit»:
Forschung
In dieser Rubrik erhalten Forschende sowie an der Forschung Interessierte Einblick in die über 150 Projekte aus 14 Forschungsbereichen und drei Forschungsprogrammen von Agroscope sowie aus dem Nationalgestüt.
Praxis
In dieser Rubrik finden Landwirtinnen und Landwirte, Lagerhalter und Verarbeiter von Lebensmitteln sowie Beratungsdienste und Schulen aus dem Agrar- und Ernährungssektor für sie wichtige Informationen und Dienstleistungen. Dieses Wissen dient auch weiteren landwirtschaftsnahen Gewerbe- und Industriezweigen sowie Ämtern im Agrar- und Ernährungssektor.
Öffentlichkeit
Diese Rubrik zeigt der breiten Öffentlichkeit den Nutzen der Agroscope-Forschung mittels Auftritten von Agroscope in Radio, TV und den Printmedien sowie mit Erfolgsgeschichten. Geordnet nach den Themen «Ernährung & Gesundheit», «Umwelt», «Tiere», «Pflanzen» sowie «Ökonomie & Landwirtschaft» findet sich hier viel Wissenswertes und Nützliches.
Quelle: AGROSCOPE, 29.09.2009
Beim Holzkauf achtet die Mehrheit der Kantone nicht auf soziale und ökologische Kriterien bei der Produktion. Dies ist das Fazit einer WWF-Studie. Untersucht hat der WWF, wie die Kantone ihr Holz beschaffen, ob ihr Holz nachhaltig und legal produziert wurde und woher es kommt. Das Ergebnis sei ernüchternd, schreibt die Umweltorganisation laut der Nachrichtenagentur SDA in einer Mitteilung vom Dienstag, 29. September 2009. Es müsse davon ausgegangen werden, dass viele Kantone auch Holz verbauten, das illegal produziert wurde oder das aus Raubbau stamme. Problematisch sei dabei nicht nur das Tropenholz, sondern auch Holz aus Teilen Skandinaviens oder aus Russland. Auch in diesen Ländern werde Raubbau betrieben und illegal Holz geschlagen.
Der WWF fordert neue Ausschreibungskriterien bei der öffentlichen Beschaffung. So brauche es gesetzliche Eignungskriterien nach dem FSC-Label für umweltgerechte Waldwirtschaft, damit Holz aus Raubbau ausgeschlossen werden könne. Von solchen Regelungen werde auch die Schweizer Holzindustrie profitieren, schreibt die Umweltorganisation. Denn im Gegensatz zu den Nachbarländern sei in der Schweiz bereits fast 70 Prozent des Holzes FSC-zertifiziert.
In einer Stellungnahme bezeichnet der Holzbranchen-Dachverband Lignum es als stossend, dass der WWF primär auf FSC-zertifiziertes Holz setzt und Herkunftsbezeichnungen "pauschal als nicht aussagekräftig taxiert". Der Nachweis einer Schweizer Herkunft sei für Holz ein ebenso guter, wenn nicht sogar besserer ökologischer Nachweis. Schweizer Waldbesitzer bewirtschafteten ihre Wälder aufgrund eines der weltweit strengsten Waldgesetze nachhaltig und im internationalen Vergleich auf höchstem Niveau, hält der Dachverband der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft laut der SDA in einer Mitteilung fest. Im Jahre 2000 habe der WWF selbst die Schweizer Waldwirtschaft als die beste Europas ausgezeichnet.
Quelle: Landwirtschaftlicher Informationsdienst lid, 29.09.2009
Obwohl die einzelnen Akteure in Forschung, Grundbildung und im Beratungssystem eigenständige Aufgaben haben, müssen sie sich noch stärker untereinander vernetzen.Dies ist das Fazit einer Agridea-Tagung vom Donnerstag, 24. September 2009 zum Thema "Die Landwirtschaft unterwegs im Jahr 2015 – Herausforderungen für das landwirtschaftliche Wissenssystem". Zwischen den Institutionen auf Bundes- und denjenigen auf Kantonsebene seien bestehende Synergien auszubauen, heisst es in einer Medienmitteilung der Agridea. Die Beratung sei gefordert, die Innovationsfähigkeit zu fördern, den Wissensaustausch und -einsatz zu verbessern und die Zusammenarbeit mit ihren Partnern zu verstärken, sagte Manfred Bötsch, Direktor des Bundesamtes für Landwirtschaft, an der Tagung.
Laut Lorenz Koller, Regierungsrat und Präsident der Landwirtschaftsdirektorenkonferenz, müssen die Beratungsstellen Betriebe, die sich neu orientieren oder Betriebe, die Liquiditätsengpässe haben, unterstützen und in Projekten der neuen Regionalpolitik mitarbeiten. Die Kantone seien gefordert, sich für die Begleitung des Strukturwandels und die Weiterbildung der Bauernfamilien und Beratungskräfte zu engagieren.
Bauernverbandspräsident Hansjörg Walter sagte an der Tagung, dass der einzelne Landwirtschaftsbetrieb durchaus bereit sei, Beratungsdienstleistungen zu entschädigen, wenn er dadurch einen wirtschaftlichen Nutzen habe.
Quelle: Landwirtschaftlicher Informationsdienst lid, 29.09.2009
Gérard Jenni aus Uster leitet die Geschäfte des ägyptischen Unternehmers Samih Sawiris in Andermatt. In sieben Jahren soll das luxuriöse Tourismusprojekt Realität sein. Kurz vor dem Spatenstich in Andermatt stellte Gérard Jenni am letzten Samstagmorgen das Projekt den Medien in all seinen Facetten vor: Auf 2,5 Millionen Quadratmetern werden dort eineinhalb Milliarden Franken verbaut. Bis 2016 sollen in Andermatt 4000 Gästebetten in sechs Luxushotels, Ferienwohnungen und Villen, ein 18-Loch-Golfplatz sowie ein Sportzentrum entstehen. Es handelt sich um das grösste Tourismusprojekt, das in den Alpen je geplant war.
Lesen Sie mehr dazu im Tagesanzeiger vom 29. September 2009.
[ Allgemein ]
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@ 29.09.2009 08:04 CEST
Nach dem Kanton Glarus will auch Appenzell-Innerrhoden seine Strukturen radikal reformieren. Der ganze Kanton soll in zwei Gemeinden umgewandelt werden, um so eine effizientere Verwaltung zu gewährleisten und die Attraktivität von politischen Ämtern zu steigern.
Lesen Sie mehr dazu in der suedostschweiz.ch vom 28. September 2009 und im Tagesanzeiger vom 29. September 2009.
[ Gewerbe ]
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@ 28.09.2009 08:53 CEST
Die Migros feiert regionale Produzenten – allen voran Florentin Röthlin. Der Kernser Teigwarenhersteller hat den diesjährigen Herzblutpreis gewonnen. Röthlin vermochte sich mit 37 Prozent der Stimmen knapp durchzusetzen. Der 41-Jährige wurde für den Preis nominiert, da er Teigwaren aus Urdinkel, die eine gesunde Alternative zu herkömmlichen Nudeln darstellen, produziert. «Ich bin überwältigt. Als ich vor rund zehn Jahren mit den Dinkel-Teigwaren begann, hätte ich nie gedacht, dass ich einen derartigen Erfolg haben würde», sagt er. Der Herzblutpreis zeige ihm, dass sein Betrieb auf dem richtigen Weg sei und von den Konsumenten geschätzt werde.
Neben Röthlin waren zwei weitere Kandidaten nominiert. Der Käsermeister George Hofstetter (45) aus Doppleschwand für seine innovativen Produkte wie den Goldwäscherkäse vom Napf. Er erreichte mit 30 Prozent den dritten Platz. Mit 33 Prozent auf den zweiten Rang schafften es die Brüder Oswald und Viktor Isenegger aus Fenkrieden AG. Sie nahmen 2007 das grösste und modernste Gewächshaus der Zentralschweiz in Betrieb und produzieren Salate und diverse Tomatensorten.
Quelle: ZISCH, 28.09.2009
[ Berggebiet ]
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@ 28.09.2009 08:09 CEST
Mit ihrer Website "Die Alpenkonvention gut dosiert" präsentiert das Ständige Sekretariat der Alpenkonvention kurze Zusammenfassungen der wichtigsten Inhalte der Alpenkonvention. Die ersten Kurzversionen zu den Themen "Die Alpen", "Bevölkerung und Kultur" und "Raumplanung und räumliche Entwicklung" sind bereits auf dem Web veröffentlicht. Weitere Zusammenfassungen der Alpenkonventionsinhalte werden in den kommenden Monaten regelmässig auf der Website ergänzt werden. Wer eine ausführliche Beschreibung der Alpenkonvention lesen will, kann dies nun auch online tun. Das Buch "Die Alpen - Acht Staaten, ein Gebiet", das vom Ständigen Sekretariat der Alpenkonvention im März 2009 veröffentlicht wurde ist zum Download in allen Alpensprachen und auf Englisch verfügbar.
Alle Informationen und Download unter: http://www.alpconv.org/ (en/fr/de/it/sl)
Quelle: CIPRA alpMedia, 24.09.2009
[ Berggebiet ]
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@ 28.09.2009 08:06 CEST
Die Fortführung des INTERREG IIIB-Programms, MONITRAF, wurde kürzlich als INTERREG IVB-Programm aufgenommen und auf drei weitere Jahre angelegt.
MONITRAF erfasst und untersucht die Auswirkungen des inneralpinen und alpenquerenden Strassenverkehrs längs der vier Transitkorridore BrennerA/I, Fréjus/F, Gotthard/CH und Mont-Blanc/F. Ziel des Projektes ist die Entwicklung gemeinsamer Massnahmen, um die negativen Auswirkungen des Strassenverkehrs zu vermindern und die Lebensqualität im Alpenraum zu verbessern. Der Synthesebericht der Aktivitäten sowie der Abschlussbericht und eine Publikation der Ergebnisse des Projektteils INTERREG IIIB sind bereits in englischer und zum Teil auch in deutscher und italienischer Sprache veröffentlich worden.
Quelle: http://www.monitraf.org/22.html (de/it/fr/en)
[ Berggebiet ]
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@ 28.09.2009 07:47 CEST
Die Jahresfachtagung der CIPRA zum Thema Wachstum hat vom 17. bis 19. September hat rund 200 Interessierte nach Liechtenstein gelockt. Deutlich wurde, dass das Wachstum endlich ist wegen der begrenzten Ressourcen. Der Ideen und Forderungen, wie dem unabdingbaren Schrumpfungsprozess zu begegnen ist, sind viele. Die CIPRA hat die dringlichsten in einem Thesenkatalog zusammengefasst.
Der CIPRA-Thesenkatalog, Kurzinterviews mit ReferentInnen und die Präsentationen der Tagung in Englisch und Deutsch stehen zum Download bereit unter http://www.cipra.org (de/fr/it/sl).
Quelle: Cipra alpMedia, 24.09.2009