Graubünden startet Projekt gegen Mangel an Hausärzten

Neue Ausbildungsstellen für Assistenzärzte in Grundversorgerpraxen sollen in Graubünden den drohenden Mangel an Hausärzten vermindern. Die Bündner Regierung hat dem entsprechenden Projekt Capricorn des Bündner Ärztevereins zugestimmt, wie die Standeskanzlei heute mitteilte. Während fünf Jahren unterstützt der Kanton das Projekt mit jährlich maximal 200 000 Franken. Es startet Anfang des nächsten Jahres und zielt darauf, für angehende Grundversorger Ausbildungsstellen in Praxen zu schaffen und so den Nachwuchs für die Hausarztmedizin im Kanton zu gewinnen. Um den Bestand in Graubünden zu sichern, sind vier Ausbildungsplätze für je ein halbes Jahr notwendig. Dabei wird eine regionale Verteilung der Praxisassistenz-Plätze im Kanton angestrebt.

Aus verschiedenen Gründen ist es in den letzten Jahren immer schwieriger geworden, geeignete Nachfolger bei der Übergabe von Praxen zu finden. Einer der Gründe ist die spitallastige Weiterbildung der Assistenzärzte. Die Gesundheitsdirektorenkonferenz hat den Kantonen empfohlen, zur Förderung der Hausarztmedizin solche Programme für Praxisassistenzen einzurichten und mitzufinanzieren. Gerade Graubünden mit seiner dezentralen und weitläufigen Infrastruktur ist in besonderem Masse für die medizinische Grundversorgung auf Hausärzte angewiesen, heisst es in der Mitteilung. Demnach hat der Kanton nach Ansicht der Regierung ein grosses Interesse an einer zahlenmässig ausreichenden und qualitativ hochstehenden Ausbildung von Hausärzten.

Quelle: suedostschweiz.ch, 27. August 2009

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