SAB-Preis für Seeforellen aus der Surselva

Dieses Jahr haben sich 24 Projekte für den Preis der Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete beworben. Aus diesem Grund sind zwei Hauptpreise vergeben worden. Ein Nebenpreis geht an die Alpenfischzucht Lumare im Lugnez. Die Tatsache, dass sich darunter eine Vielzahl von exzellenten Projekten befand hat die Jury bewogen, zwei Hauptgewinner zu küren. Das Reka Feriendorf Urnäsch (Appenzell) und die geschützte Herkunftsbezeichnung Juraholz (AOC Bois du Jura) teilen sich den Hauptpreis. Die zwei Nebenpreise gingen an die Zeitung «Frutigländer» und die Alpenfischzucht Lumare im Lugnez.

Kanadische Seeforellen aus der Surselva
Die Surselva weist im Vergleich mit anderen Regionen ein unterdurchschnittliches Wertschöpfungswachstum auf. Die Gemeinden des Lugnez sind davon besonders betroffen. Auf der Suche nach einem Nebeneinkommen ist der Bergbauer Curdin Capeder aus Degen auf die Idee gekommen, eine Fischzucht aufzubauen. In diesem Jahr produziert Capeder mit seiner Firma Lumare GmbH, um die fünf Tonnen kanadische Seeforelle, welche vornehmlich in Restaurants und Hotels der Region und bis nach Chur verkauft werden.

Die SAB-Jury ist überzeugt, dass das Projekt ein marktfähiges Produkt erzeugt und einen positiven Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung des Tales hat. Die Idee von Capeder, ein zusätzliches Nebeneinkommen zu schaffen und seinen Landwirtschaftsbetrieb konkurrenzfähiger zu machen, ist gelungen. Er will aber auch andere Landwirte an seinem Wissen teilhaben lassen und in der Fischverarbeitung Arbeitsplätze schaffen. Mit der von Capeder angestrebten Jahresproduktion von zehn Tonnen stehen die Aussichten dafür gut.

Der zweite Nebenpreis geht an den «Frutigländer». In der allgemeinen Konzentration der Presselandschaft ist der im Jahre 2005 gegründete «Frutigländer» eine erfrischende Ausnahme. Er wird von einem 25-köpfigen Team zusammengestellt und erscheint zwei Mal wöchentlich mit einer Auflage von 4000 Exemplaren im Amtsbezirk Frutigen.

Der SAB-Preis
Seit 1995 verleiht die SAB alljährlich einen Haupt und einen bis zwei Nebenpreise. Mit dem Hauptpreis werden Tätigkeiten oder Projekte ausgezeichnet, welche zur Schaffung von Arbeitsplätzen und Wertschöpfung, Vernetzung der lokalen Akteure, aber auch zur Erhaltung der kulturellen Identität sowie einem schonenden Umgang mit den eigenen Ressourcen im Berggebiet beitragen. Mit den beiden Nebenpreisen werden einerseits Kultur und Medienschaffende, andererseits spezielle Produkte geehrt. Die Preisträger haben in den letzten 13 Jahren und darüber hinaus, viel zur Eigenständigkeit und kulturellen Identität der Berggebiete beigetragen. Die Preissumme von 12 500 Franken wird von den Gemeinden Freienbach (Schwyz) und St. Moritz zur Verfügung gestellt.

Quelle: suedostschweiz.ch, 29. Juni 2009

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