SAB-Hauptpreis: Das Projekt «AOC Bois du Jura»
Dieses Jahr haben sich 24 Projekte für den SAB Preis beworben. Die SAB hat zwei Hauptgewinner gekürt: Das Reka Feriendorf Urnäsch (AR) und die geschützte Herkunftsbezeichnung Juraholz (AOC Bois du Jura) teilen sich den Hauptpreis. Die zwei Nebenpreise gingen an die Alpenfischzucht „Lumare“ im Lugnez (Surselva GR) und die Zeitung „Frutigländer“ welche im Amtsbezirk Frutigen (BE) erscheint.
Die geschützte Herkunftsbezeichnung (AOC) Juraholz (Bois du Jura)
Seit 2000 kann in der Schweiz die Herkunftsbezeichnung von Lebensmitteln geschützt werden. Die Waldnutzer im Schweizer Teil des Juras wollen nun erreichen, dass im Bundesgesetz über die geschützte Herkunftsbezeichnungen die Voraussetzung für eine AOC auch für Holz geschaffen wird. Die geschützte Herkunftsbezeichnung (AOC) für Juraholz "Bois du Jura" soll die Qualität des Holzes aus dem Jurabogen unterstreichen und beinhaltet folgende Kriterien: 1) Die Produkte sind mit einem definierten, begrenzten Gebiet (terroir) verbunden, aus welchem ihr Name stammt. 2) Die Produkte sind durch die Merkmale und Traditionen der Gegend beeinflusst. 3) Die Produkte werden nach traditionellen Produktionsmethoden und Wissen hergestellt. 4) Die Produkte weisen spezielle Eigenschaften auf. Die Produkte, welche in den Genuss der Herkunftsbezeichnung kommen sollen, sind v.a Holzelemente, die in einem ersten Verarbeitungsschritt in zertifizierten Sägereien aus der Region entstanden sind (Balken, Bretter, Schindeln, Geigenholz).
Die SAB Jury hat es besonders geschätzt, dass das Projekt mit Holz eine Ressource in Wert setzt, welche in den Schweizer Berggebieten genügend vorhanden ist und immer noch zuwenig genutzt wird. Das AOC verspricht eine effizientere Zusammenarbeit unter den verschiedenen Akteuren der Holzbranche sowie einen besseren Marktauftritt und bietet damit das Potenzial, Arbeitsplätze zu sichern oder sogar zu schaffen. Zugleich trägt eine bessere Bewirtschaftung der Wälder zur Attraktivität der Juralandschaft bei.
Quelle: Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiet SAB, 29. Juni 2009.


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