Kanton Graubünden will Zweitwohnungsbau beschränken

Die Bündner Regierung will den Zweitwohnungsbau eindämmen. Sie verpflichtet 36 Gemeinden, den Anteil nicht bewirtschafteter Betten stark zu vermindern. Die Gemeinden sollen bis 2011 mit einer Ergänzung des Richtplans gezwungen werden, entsprechende Regelungen umzusetzen. Die Zahl der pro Jahr höchstens zu genehmigenden Zweitwohnungen wird auf ein Drittel der bisher bewilligten Vorhaben begrenzt. Neueinzonungen von Bauland für Ferienwohnungen sollen nur noch erlaubt werden, wenn diese bewirtschaftet sind.

Im Visier der Regierung stehen die grossen Tourismusdestinationen Flims/Laax, Lenzerheide/Valbella/Arosa, Klosters/Davos, das Oberengadin und Scuol/Samnaun. Ebenso wichtig sind die neuen Regeln für kleinere Orte wie Brigels, Savognin oder Zernez, weil dort noch deutlich mehr Bauland zur Verfügung steht als in den touristischen Hochburgen.

Die öffentliche Auflage des im Entwurf vorliegenden Richtplanes erfolgt im März. Genehmigt der Bund die Änderungen, will sie die Bündner Regierung im Mai in Kraft setzen.

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