Deutlich sinkende Nachfrage im Schweizer Tourismus erwartet

Die Nachfrage im Schweizer Tourismus hat ihren konjunkturellen Höhepunkt überschritten. Nachdem die Schweizer Tourismuswirtschaft in den letzten drei Jahren eine Boomphase durchlaufen hat, haben sich die kurz- und mittelfristigen Aussichten deutlich eingetrübt. Bereits in der Wintersaison (Nov. 2008 bis Apr. 2009) werden die ersten Folgen der Abkühlung der weltwirtschaftlichen Entwicklung zu spüren sein und die Zahl der Hotelübernachtungen dürfte um 2.4 Prozent sinken.

Der erwartete Rückgang der Zahl der Hotelübernachtungen ist aber nicht ausschliesslich auf die verschlechterten Konjunkturaussichten zurückzuführen. Zusätzlich wird vor allem bei der Binnennachfrage davon ausgegangen, dass sich ein Gegeneffekt zur letzen Wintersaison einstellt, welche dank ausgezeichneten Schnee- und Wetterverhältnissen sowie überaus günstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen deutlich überdurchschnittlich ausfiel. Die Binnennachfrage wird um 1.6 Prozent zurückgehen, jene der ausländischen Gäste gar um 2.9 Prozent.

Bis zur nächsten Sommersaison dürften sich die Auswirkungen der Finanzkrise vollends in der Schweizer Tourismuswirtschaft niederschlagen. Für das gesamte Tourismusjahr 2009 wird deshalb ein Minus von 3.0 Prozent erwartet. Vor allem die ausländische Nachfrage wird mit 4.0 Prozent deutlich nachlassen. Die Binnennachfrage dürfte dank der etwas robusteren Verfassung der Schweizer Wirtschaft weniger stark sinken. Der Negativtrend dürfte sich - wenn auch in geringerem Ausmass - im Tourismusjahr 2010 fortsetzen. Eine Rückkehr auf den Wachstumspfad wird erst für das Tourismusjahr 2011 erwartet.

Weitere Informationen finden Sie in den "Prognosen für den Schweizer Tourismus" (Ausgabe November 2008) des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO.

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