Emmentaler Käsereien sind schlecht aufgestellt

19.06.2008 - (lid) – Bei den Käsereien im Emmental muss etwas geschehen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die im Auftrag von "Pro Emmental" erstellt wurde. Im Rahmen des Projektes "Wertschöpfung Milch im Emmental" wurden 56 Käsereien über ihre Situation und ihre Struktur befragt. Das erklärte Ziel des Projektes ist es, die Milchproduktion und -verarbeitung bis zum Jahr 2012 um 50 Prozent zu steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, sei in den nächsten Jahren ein Strukturwandel nötig. Sobald grössere Investitionen nötig würden, brauche es mindestens sechs Millionen Kilogramm Milch pro Jahr, um konkurrenzfähig produzieren zu können.

Milchbauern und Käser müssten bereit sein, die bestehenden Strukturen aufzubrechen, lautete das Fazit der Studie. Dazu seien möglicherweise auch andere Rechtsformen nötig. Die traditionellen Käsereigenossenschaften, die sich meistens im Besitz der Milchproduzenten befinden, sei eine träge Rechtsform, die sich bremsend auf den Strukturwandel auswirke.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel "Neue Studie: Hat Käserei-Genossenschaft ausgedient?" in Schweizerbauer online vom 19. Juni 2008.
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