74 Prozent der Bauernfamilien haben neben der Landwirtschaft weitere Einkommensquellen. Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat dazu bei 10'800 Bauernbetrieben eine Zusatzbefragung zur Erhebung der landwirtschaftlichen Strukturen 2005 durchgeführt.
Vor allem kleine Betriebe sind laut dem BFS auf ein Zusatzeinkommen angewiesen. In 59 Prozent der Bauernbetriebe geht mindestens eine Person einer ausserbetrieblichen Tätigkeit nach. In den Bergregionen waren es sogar 66 Prozent der Betriebe, bei denen eine Person auswärts arbeitete. Gemäss dem BFS ist dies darauf zurück zu führen, dass die Bergbetriebe klein sind.
Rund 42 Prozent der Bauernbetriebe erzielen zudem ein Einkommen mit paralandwirtschaftlichen Angeboten, die nicht mit dem Betrieb des Bauernhofs selbst zu tun haben. Dazu gehören das Verarbeiten und der Direktverkauf von landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Diese beiden Sparten machen die Hälfte der Angebote (51 Prozent) aus und sind in Talregionen leicht stärker verbreitet. 16 Prozent der Landwirtschaftsbetriebe verrichteten Arbeiten auf Vertragsbasis mit Geräten des Betriebes - etwa Landschaftspflege oder Schneeräumung. Freizeitangebote und Übernachtungsmöglichkeit für Touristen boten dagegen nur 6 Prozent der Betriebe an.
Die Publikation "
Nebentätigkeiten von bäuerlichen Familien in der Schweiz 2005" des Bundesamtes für Statistik können Sie hier herunterladen.
[ Berggebiet ]
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@ 29.11.2007 18:52 CEST
Die topographischen und landschaftlichen Voraussetzungen als Bergkanton prägen die Struktur und wirtschaftliche Entwicklung Graubündens. Das naturräumliche Potential der Alpen bildet die Grundlage für Tourismus und Energiewirtschaft. Gleichzeitig begründen die topographisch limitierte Verkehrssituation, die teils periphere Lage und die grössere Distanz zu Ballungszentren Standortnachteile mit Folgen der Strukturschwäche und Abwanderung. So weist der Kanton Graubünden gemäss einer heute in Chur und St. Moritz vorgestellten neuen Studie der Credit Suisse insgesamt eine unterdurchschnittliche Standortqualität auf, die Bündner Bevölkerung stagniert und manche Regionen erlebten in den letzten zehn Jahren eine regelrechte Beschäftigungserosion. Es gibt aber auch positive Meldungen, wie die bessere Tourismuskonjunktur, eine zunehmende Zuwanderung aus dem Ausland sowie Anzeichen eines gelungenen Strukturwandels in der Industrie.
Weitere Informationen finden Sie in der
Pressemitteilung der Credit Suisse und in der Studie "
Der Kanton Graubünden - Struktur und Perspektiven"
[ Berggebiet ]
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@ 29.11.2007 08:00 CEST
Mehrere Regionen werden nicht länger von Steuererleichterungen für Unternehmen gemäss dem früheren «Bonny-Beschluss» profitieren. Der Bundesrat hat den Kreis dieser Unterstützung ab 1. Januar 2008 enger gezogen. (fest/sda)
Nach den neuen Indikatoren werden die Steuererleichterungen gezielt auf die am wenigsten entwickelten 30 Regionen beschränkt. Diese
Regionen erstrecken sich über elf Kantone, darunter Uri, Glarus, Jura und fast ganz Graubünden. In ihnen leben auf 30 Prozent der Landesfläche 10,1 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die Steuererleichterungen bei der direkten Bundessteuer werden Privatunternehmen gewährt, die neue Arbeitsplätze schaffen und die Wirtschaft in den betreffenden Regionen stärken. Keine Steuererleichterungen gibt es, wenn Unternehmen ihren Sitz von einem Kanton in den andern verlegen, um die Steuern zu optimieren. Weitere Informationen zur Anpassung des finden Sie in der
Medienmitteilung des Seco.
Auf Berggebiete.ch finden Sie zu diesem Thema folgende Inhalte:
Weitere Links zu Artikeln aus der Tagespresse:
[ Tourismus ]
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@ 27.11.2007 15:33 CEST
Im heute veröffentlichten «BAK TOPINDEX» von BAK Basel Economics schneidet das Kleinwalsertal (Vorarlberg) am besten ab. Knapp dahinter folgen Zermatt und die Salzburger Destination «Europa Sportregion». Jede dieser Regionen kann dank ihrer Attraktivität überdurchschnittlich hohe Hotelpreise durchsetzen und gleichzeitig hohe Auslastungen erreichen. Mit Zermatt, Engelberg, Luzern und St. Moritz-Pontresina klassieren sich vier Schweizer Destinationen unter den 15 erfolgreichsten Destinationen des Alpenraumes.
Weitere Informationen finden Sie in der
Medienmitteilung des Seco sowie im Summary der Studie "
Erfolg und Wettbewerbsfähigkeit im alpinen Tourismus" der BAK Basel Economics.
Im Gotthard-Raum soll in Sachen Tourismus einiges in Bewegung kommen. Die Vertreter der beteiligten Kantone Uri, Graubünden, Wallis und Tessin haben sich heute zur 3. Zukunftskonferenz San Gottardo getroffen. Die kantonsübergreifende Zusammenarbeit im Bereich Tourismus soll dereinst Vorbildcharakter haben. Nach der Planung geht es nun an die konkrete Umsetzung. Die Leistungserbringer der Region sollen nun gemeinsam Produkte erarbeiten.
Weitere Informationen finden Sie im
NRP Umsetzungsprogramm 2008-2011 SAN GOTTARDO.
[ Berggebiet ]
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@ 25.11.2007 13:09 CEST
Im Kanton Glarus werden die heute 25 Gemeinden bis zum Jahr 2011 definitiv zu deren 3 zusammengefasst. Die Glarner Stimmberechtigten haben am Sonntag an einer ausserordentlichen Landsgemeinde den früheren Beschluss vom Mai 2006 bestätigt.
Weitere Informationen zum Thema finden Sie z.B. im NZZ-Dossior "
Gemeindefusionen".
[ Allgemein ]
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@ 23.11.2007 21:49 CEST
Die Regionsdatenbank auf www.berggebiete.ch hat mit der
Region Einsiedeln einen neuen Eintrag erhalten.
Wenn Sie selber ebenfalls interessiert sind, ihre Region auf Berggebiete.ch zu präsentierten, nehmen Sie bitte mit dem Contentmanager
Kontakt auf.
[ Berggebiet ]
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@ 23.11.2007 08:13 CEST
Vier Bündner Natur-Projekte bilden künftig eine gemeinsame Lobby. Der Parc Ela, die Biosfera Val Müstair, der Parc Adula und das Projekt Parc Beverin sprechen künftig mit einer Stimme. Ziel ist es, bei Bund und Kanton möglichst viel Goodwill zu schaffen. Goodwill soll aber auch bei der Bevölkerung entstehen.
[ Tourismus ]
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@ 23.11.2007 08:02 CEST
hotelleriesuisse hat zu ihrem 125-Jahre-Jubiläum die Studie „Die Zukunft der Schweizer Hotellerie“ beim Gottlieb Duttweiler Institut in Auftrag gegeben. Die Erkenntnisse der Studie werden in sieben provokativen Thesen zusammengefasst und verdichtet:
- Das Hotel ist tot: Essen, trinken und schlafen – das bot das Hotel der Vergangenheit. Heute wird viel mehr erwartet.
- Mittelklasse schlägt Mittelmass: Das mittlere Segment muss sich ändern, sich auf exklusive Nischen spezialisieren. Es braucht nicht mehr Angebote, aber einzigartige.
- Das virtuelle Zwillingshotel wird Pflicht: Nur wer eine interessante virtuelle Identität hat, bleibt auch in der physischen Welt interessant.
- Die Könige von morgen kennen kein Pardon: Die Kunden wissen, was sie wollen. Und das ist einiges. Oft kennen die Hoteliers diese Bedürfnisse aber zu wenig.
- Globale Luxusnomaden wollen mehr als Jurtenzelte: Um die immer internationalereKundschaft zu begeistern, braucht es kulturelles Know-how. Doch damit ist es nicht getan. Individualtouristen, Superreiche und Geschäftsleute sind eine neue globaleKlasse von luxusgewohnten Nomaden, bei der die geografische Herkunft sekundär ist.
- Das Hotel ist eine Geselligkeitsinsel: Das Bedürfnis nach Networking und Begegnung wächst in unserer zunehmend anonymisierten Welt. Gemeinschaftliche Räume werden daher auch in den Hotels wichtiger als die privaten.
- Gegenwelten: Wellness-Klöster bedingen Lasterhöhlen: Die Gäste wollen die Qual der Wahl: Sollen sie sich mit Schlammbädern und Grüntee dem Wellnesstrend hingeben? Oder schalten sie lieber vom Alltag ab, indem sie mit anderen Reisenden bis in den Morgengrauen festen und flirten?
Weitere Informationen finden Sie in der Zusammenfassung der Trendstudie "
Die Zukunft der Schweizer Hotellerie".
Links zu Artikeln aus der Tagespresse:
[ Berggebiet ]
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@ 22.11.2007 19:55 CEST
Der Kanton Graubünden unterstützt das Nationalparkprojekt "Parc Adula". Die Bündner Regierung hat dem Leitungsausschuss "Parc Adula" eine Anschubfinanzierung in der Höhe von 150'000 Franken für den Zeitraum bis ins Jahr 2010 zugesichert. Mit der Etablierung eines zweiten Nationalparks besteht aus Sicht der Regierung die Chance, die Wahrnehmung eines Gebietes zu fördern, das vom naturräumlichen Potenzial bestens zu diesem Zweck geeignet ist. Das Projekt wird auch vom Bund mit einem Beitrag von 400'000 Franken unterstützt.
Die Freigabe der kantonalen Mittel erfolgt, wenn eine entsprechende Ko-Finanzierung durch den Kanton Tessin beschlossen ist. Ausserdem sind die Projektinitianten gehalten, eine Koordination mit bestehenden sowie neuen und geplanten Pärken sicherzustellen. Eine Machbarkeitsstudie hatte das Resultat gezeigt, dass die Voraussetzungen zur Errichtung eines Nationalparks grundsätzlich gegeben sind. Die Exekutiven der 28 vom Gebietsperimeter betroffenen Gemeindebehörden haben einstimmig ihre Teilnahme am Projekt beschlossen.
Die Machbarkeitsstudie zum Parc Adula sowie weitere Informationen zum Thema finden Sie im Fachbeitrag "
Naturpärke als Instrument für die Entwicklung von Randregionen?" auf Berggebiete.ch